Boris Becker ist der "Genießer des Jahres"

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Boris Becker

Bonn - Sein eskapadenreiches Leben hat Boris Becker den Titel “Genießer des Jahres 2011“ beschert. Die Jury eines Restaurant- und Hotel-Führers würdigte ihn als jemanden, "der mit Genuss und Leidenschaft zum Vorbild Tausender geworden ist".

Becker freute sich am Montagabend bei der Preisverleihung in Bonn über die Anerkennung seiner bewegten Vita: “Ich wurde jahrelang öffentlich kritisiert für meine Lust auf Leben.“ Jetzt freue er sich über den Preis, den er mal nicht nur für seine sportlichen Erfolge bekomme: “Ich habe ihn auch wirklich verdient!“ Der Wimbledon- Gewinner ist nach seiner Profikarriere dauerpräsent in den Medien - vor allem dank wechselnder Partnerinnen. Inzwischen sei es für ihn der höchste Genuss, “wenn ich viel Zeit mit meinen Kindern verbringen kann“, sagte Becker. Er hat mit drei Frauen vier Kinder. “Eine Herausforderung“ nannte er insbesondere seine Bemühungen, dem Nachwuchs beizubringen, dass “ein vernünftiges Steak einfach viel besser und gesünder ist, als sich bei irgendeiner Schnellimbisskette in zwei Minuten den Magen vollzuhauen. Das ist eine Verantwortung“.

Boris Beckers Frauen - exotisch und erotisch

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Gutes Essen bei Beckers zu Hause komme aber “nicht von mir“, stellte der Tennis-Veteran klar: “Ich kann es nicht, ich habe da keine Talente für.“ Dass er im Gegensatz zu seiner ehemaligen Kollegin Steffi Graf mit seinem Privatleben dauerhaft in den Medien ist, führt der 42-Jährige auf die unterschiedlichen Lebenssituationen zurück. Zum einen sei Graf in ihrer Wahlheimat USA fernab vom deutschen Medienrummel. Zum anderen “ist sie einmal verheiratet und hat zwei glückliche Kinder. Das ist bei mir anders“, sagte Becker der dpa. Die “Schlemmer Atlas“-Jury kürt den Genießer des Jahres seit 2000 zum zwölften Mal. Preisträger waren unter anderem Heiner Geißler, Rudi Carrell, Reiner Calmund und Johannes B. Kerner.

dpa

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