10-Minuten-Frist ist Problem: Kreis plant vier neue Rettungswachen

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Rettungswachen in Waldeck-Frankenberg soll von elf auf 15 steigen. Das sieht der Entwurf des geänderten Bereichsplans vor, der derzeit vom Landkreis erarbeitet wird und bis Ende des Jahres fertig sein soll.

Die Standorte der vier neuen Rettungswachen stehen noch nicht endgültig fest, teilte der Landkreis auf Nachfrage mit. Zudem solle eine bestehende Wache verlegt werden.

Rettungswachen gibt es bisher in Bad Arolsen, Adorf, Usseln, Korbach, Sachsenhausen, Edertal-Lieschensruh, Lichtenfels-Dalwigksthal, Bad Wildungen, Frankenberg, Haina und Laisa. Grund für die Aufstockung der Wachen ist die Zehn-Minuten-Hilfsfrist - in dieser Zeit soll jeder Ort im Landkreis von einem in einer Wache stationierten Rettungswagen erreichbar sein. Das gelingt derzeit offenbar nicht für alle Orte. Konkrete Regionen könne man nicht nennen, sagt Jens Deutschendorf, Kreis-Dezernent für den Rettungsdienst. „Aber je weiter ein Ort von einer Rettungswache entfernt ist, desto schwieriger ist die Einhaltung der Hilfsfrist.“

Mit der letzten Änderung des alle fünf Jahre überarbeiteten Bereichsplans - der aktuelle gilt seit Januar 2015 - wurden Personal- und Fahrzeugstunden der Rettungswachen um mehr als zehn Prozent erhöht. „Das hatte leider nicht den gewünschten Erfolg. Deshalb sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Rettungsdienstes erforderlich“, so Deutschendorf.

Der Betrieb der zusätzlichen Wachen mit weiterem Personal und neuen Fahrzeugen werde ungefähr 2,5 Millionen Euro pro Jahr kosten; Kostenträger sind die Krankenkassen. In Waldeck-Frankenberg wird die Notfallversorgung von fünf „Leistungserbringern“ sichergestellt: den drei Kreisverbänden des Roten Kreuzes in Bad Wildungen, Frankenberg und Korbach/Arolsen sowie der Johanniter-Unfallhilfe und der Firma Promedica.

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Quelle: HNA

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