Bromskirchen

1500 Bromskirchener dürfen wählen

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- Bromskirchen (apa). Am Sonntag entscheiden die Wähler über den künftigen Bürgermeister. Amts­inhaber Karl-Friedrich Frese und sein Herausforderer Rudolf Schäfer stellen sich zur Wahl.

Es ist eine glatte Zahl: Genau 1500 Wahlberechtigte haben am Sonntag die Möglichkeit, ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu machen. Die Kerngemeinde Bromskirchen ist mit 1076 Wählern der größte Wahlbezirk. In Somplar sind 303 Bürger wahlberechtigt, in Neuludwigsdorf gibt es 121 Wähler. Dazu zählen auch die Bürger aus den Weilern Dachsloch und Seibelsbach. Ihr gemeinsames Wahllokal ist der Landgasthof Steuber in Neuludwigsdorf, während die Wähler aus Somplar und Bromskirchen im jeweiligen Dorfgemeischaftshaus ihre Stimmen abgeben. Auch per Briefwahl können die Bromskirchener entscheiden, wen sie als Bürgermeister haben wollen. Bis Freitag Vormittag waren bereits 107 Wahlbriefe bei der Verwaltung eingegangen, sagte der stellvertretende Wahlleiter Günter Scholl auf Nachfrage der Frankenberger Zeitung. Dies sei ein besseres Ergebnis als bei der Europa-Wahl, erläuterte Scholl. Dies sei nicht überraschend: Schließlich sei die Wahlbeteiligung bei einer Bürgermeisterwahl gerade mit einem Gegen­kandidaten üblicherweise etwas höher als etwa bei einer Europa-Wahl. Um 18 Uhr öffnen die Wahlhelfer die Umschläge aus den vier Wahlurnen. Als erstes wird das Briefwahlergebnis erwartet – es ist oft ein Indikator für das Gesamtergebnis. Die Zahlen aus den einzelnen Wahlbezirken werden am Sonntagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Bromskirchen öffentlich präsentiert. Dazu sind alle Interessierten eingeladen. Zwei Kandidaten stellen sich zur Wahl: Amtsinhaber Karl-Friedrich Frese ist seit 18 Jahren im Amt. Er hatte bereits bei der Bekanntgabe des Wahltermins im März angekündigt, dass er wieder antreten werde. Frese ist 50 Jahre alt. Der Parteilose ist Sprecher der Kreisgruppe im hessischen Städte- und Gemeindebund und Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag. Während seiner Amtszeit in Bromskirchen hatte Frese sich einmal beruflich verändern wollen: Er hatte für das Bürgermeisteramt in Allendorf (Eder) kandidiert, musste sich damals aber Claus Junghenn geschlagen geben. Herausgefordert wird er von Rudolf Schäfer aus Röddenau. Der 53-jährige Bautechniker ist stellvertretender Vorsitzender des BUND-Kreisverbandes und Beisitzer im Vorstand der Grünen in Waldeck-Frankenberg. Er hat sich in den vergangenen Monaten besonders gegen den Lückenschluss der Autobahn 4 zwischen Olpe und Hattenbach eingesetzt.

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