4000 Kilometer: Folke Ludewig wandert für die Frauen-Fußball-WM

Frankenberg. 106 Tage und an die 4000 Kilometer – so lang ist Folke Ludewig schon unterwegs. Er läuft für die Frauen-Fußball-WM durch Europa. Nun kam er dabei durch Frankenberg.

Nach einem Stop beim Supermarkt ging es weiter nach Marburg. Dort will sich Ludewig neue Schuhe kaufen, denn seine sind langsam durchgelaufen.

Zu Fuß und mit einem 50 Kilogramm schweren Karren läuft der 54-Jährige aus Bad Sooden-Allendorf seit dem 7. Februar durch Europa. Gestartet ist er in Südspanien, und bis zum 26. Juni will er zum Eröffnungsspiel der Frauen-Fußball-WM in Berlin sein. „Anstrengend ist es, wenn die Strecke immer hoch und runter geht“, sagt er, „dann komme ich mit dem Karren ganz schön ins Schwitzen.“ Am Vortag ist Ludewig über 40 Kilometer gelaufen, um den Edersee herum. Am Ende musste er sich vor dem Regen in einen Schuppen retten.

Der Fußballweltmeisterschafts-Marsch ist mittlerweile Ludewigs sechster Marsch, die er durch Deutschland und Europa machte. Doch diesmal hat er sich Unterstützung gesucht. Er hat sich mit seiner Idee beim Deutschen Fußballbund beworben und läuft nun offiziell für die Frauen-Fußball-WM. Finanziell trägt er selbst die Kosten für die Wanderung. Zusätzlich wird er von einem Gemüseanbaubetrieb aus Bad Vilbel unterstützt. Pro Tag braucht er jedoch meistens nicht mehr als zwölf Euro.

„Ich wollte einfach nochmal einen Europa-Marsch machen“, erklärt Ludewig, „allerdings wollte ich nicht einfach so laufen, sondern mit einem Sponsor im Hintergrund.“ So trägt er nun das Logo der Fußball-WM durchs Land, um mit seiner Tour dafür aufmerksam zu machen.

Sein Grundprinzip ist es, Sport, Freizeit und Abenteuer miteinander zu verbinden. „Ich bin stolz, dass ich in meinem Alter noch solche Touren machen kann.“ Das Abenteuer bestehe darin, draußen zu schlafen und viele Leute auf der Reise kennenzulernen. Der 54-Jährige schläft während seiner Wanderung im Zelt, auf Bauernhöfen oder bei Privatleuten, die ihm manchmal eine Unterkunft anbieten. „Es ist mein Weg zur Freiheit.“

Von Marburg geht es für den Abenteurer über Gießen nach Frankfurt, in den Thüringer Wald und dann nach Berlin. Dort endet Ludewigs Marsch. Er hat dann an die 5000 Kilometer hinter sich gebracht. „In meinem Leben bin ich dann insgesamt schon 23 000 Kilometer unterwegs gewesen“. Sein nächstes Ziel? Alle Spiele der WM verfolgen.

Quelle: HNA

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