775 Jahre Bromskirchen

Abgeschiedenheit stärkt Gemeinschaft

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Friedrich Sprenger (Dritter von rechts) von der Druckerei Sprenger übergibt das Buch an den Vorstand des Vereins.Fotos: Beule

Bromskirchen - Dass Geschichte spannend sein kann, bewies am Sonntag der Verein "Historisches und kulturelles Bromskirchen". Im Rahmen der 775-Jahr-Feier stellte Eckhard Guntermann die Dorfchronik "Zeitspuren in Bromskirchen" vor.

Eingerahmt wurde die feierliche Übergabe durch einen Vortrag von Archivrat Armin Sieburg aus Marburg, der über geschichtlichen Höhepunkte der Gemeinde berichtete. Das Dorfgemeinschaftshaus war am Sonntag voll besetzt. Es mussten noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, um den zahlreichen Besucher Platz zu bieten, die an der Geschichte ihres Heimatortes interessiert waren.

Eine musikalische Einstimmung gab es vom Posaunenchor aus Bromskirchen. Zusammen mit den Besuchern stimmten sie das Lied „Unser schönes Örtchen“ an, das die Überleitung zum geschichtlichen Teil des Abends bildete. „Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.“ Mit diesem Zitat von Augustinus begrüßte Vereinsvorsitzender Jürgen Helduser die Besucher. Bürgermeister Karl-Friedrich Frese betonte, er sei stolz, dass solch ein Werk entstehen konnte. „Ohne Geschichte sind wir nichts. Sie hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.“

Damit übergab er das Wort an Armin Sieburg, der mit viel Wortwitz durch die 775-jährige Geschichte Bromskirchens führte. „Die relative Abgeschiedenheit hat das Zusammengehörigkeitsgefühl hier bis heute gestärkt“, sagte er zu Anfang.

In seinem kurzweiligen Vortrag erzählte er von der Ersterwähnung Bromskirchens in einer Urkunde aus dem Jahr 1238 und der Erwähnung in Salbüchern aus dem 15. Und 16. Jahrhundert. Auch über die Notlagen der Bromskirchener während des 30-jährigen Krieges und die Streitigkeiten zwischen Bromskirchen und Somplar berichtete er.

von Katharina Beule

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