Abschied vom Schwimmeister: Er rettete sogar einen Jagdhund

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Verabschiedet: Johann Ruhl (2. von links) geht nach 18 Jahren im Waldschwimmbad in den Ruhestand. Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus, Kurt Hecker vom Personalrat und Wolfgang Zarges vom Ortsbeirat Löhlbach (von links) wünschten ihm Glück für die Zukunft.

Löhlbach. Bei Regenwetter und kühlen Temperaturen versammelten sich am Freitagmorgen zahlreiche Menschen im Löhlbacher Waldschwimmbad. Der Grund: Kollegen und treue Badegäste wollten sich von „ihrem“ Schwimmmeister Johann Ruhl persönlich verabschieden.

Nach 18 Jahren als Badeaufsicht tritt der 62-jährige in die passive Phase der Altersteilzeit ein.

In einer kleinen Feierstunde überreichten Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus, Vertreter der Arbeitskollegen, des Löhlbacher Ortsbeirates sowie Stammbadegäste Geschenke an den sichtlich gerührten Ruhl und wünschten ihm Glück für die vor ihm liegende Zeit.

Im Jahr 1993 hatte der aus Kasachstan stammende Ruhl die Stelle als Schwimmmeister im Löhlbacher Waldschwimmbad angetreten. Fast alle seiner Badegäste kennt der 62-Jährige persönlich. Und die Badegäste kennen Ruhl. „Er war für alle nur der Johann, Herr Ruhl hat ihn niemand genannt“, sagt einer in der Runde und alle Umstehenden nicken zustimmend. Das Verhältnis zu den Gästen sei immer gut gewesen.

„Einmal habe ich sogar einen Jagdhund aus dem Becken gezogen“, erzählt Ruhl lachend. Erst hinterher sei ihm klargeworden, dass er dabei auch hätte gebissen werden können und dass das Tier es wohl auch alleine ans Ufer geschafft hätte.

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Quelle: HNA

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