Vorerst kein Abschied vom Evangelischen Gemeindehaus Hinstürz

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Kein Abschiedsfest am Sonntag: Das zum Abriss vorgesehene Gemeindehaus Hinstürz (links) bleibt noch bis nächstes Jahr nutzbar. vorgesehene alte Pfarrhaus.

Frankenberg. Der für kommenden Sonntag als Gemeindefest angekündigte „Abschied“ des zum Abriss vorgesehenen evangelischen Gemeindehauses auf dem Hinstürz wird verschoben. Noch sind nicht alle Fragen für den geplanten Neubau geklärt.

Dies teilte geschäftsführender Pfarrer Christoph Holland-Letz, der auch die in Urlaub befindliche Pfarrerin Felicita Wickert vertritt, auf Anfrage der HNA mit.

„Mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ war eine Trennung von dem 1959 erbauten Gemeindehaus Hinstürz im jüngsten Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinden Frankenberg-Schreufa mit Gottesdienst und anschließendem Aktionsnachmittag angekündigt worden.

Schwere Baumängel

Wegen schwerer Baumängel, die eine Renovierung und Unterhaltung des von Gemeinde und Frankenberger Kantorei genutzten Gebäudes unter den geltenden Baubestimmungen unverhältnismäßig teuer gemacht hätten, hatte sich der Kirchenvorstand nach langen, teilweise kontrovers geführten Diskussionen für diese Lösung entschieden.

Aufgegeben wird danach das bisher bestehende Pfarrhaus, in dem zuletzt Pfarrer Wilhelm Steenecker gewohnt hatte, weil es ebenfalls bautechnisch grundsaniert werden müsste.

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An Stelle des Gemeindehauses plant der Kirchenvorstand eine Kombination aus einem neuen Pfarrhaus mit kleinem Gemeindesaal, für das die Firma Fingerhaus entsprechende Planungen eingeleitet hat.

„Noch steht allerdings das wichtige Gespräch im Landeskirchenamt zur Finanzierung des Projektes aus“, berichtet Pfarrer Holland-Letz. Es werde aber vermutlich bis Mitte Oktober stattgefunden haben.

Das bedeutet: Das Gemeindehaus Hinstürz wird in den kommenden Monaten weiter genutzt. „Der Abschied schiebt sich noch bis mindestens nächstes Frühjahr hinaus“, so Holland-Letz. (zve)

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Quelle: HNA

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