Bürgermeister Claus Junghenn zieht positives Fazit

Abschluss der Battenfelder Dorferneuerung

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Allendorf-Battenfeld - Die feierliche Freigabe des neuen Ortsmittelpunktes, des neu gepflasterten Platzes vor dem Heimatmuseum und der alten Schule im Rennertehäuser Weg, bildeten den Abschluss der Battenfelder Dorferneuerung.

Der letzte Vorsitzende des Dorferneuerungsbeirats, Werner Koch, rief in seiner Ansprache in Erinnerung, dass die Beantragung der Teilnahme des Dorfs an der Dorferneuerung des Landes 1998 vom Gemeindeparlament beschlossen wurde. Im Februar 2003 überbrachte der damalige Staatsminister Wilhelm Dietzel den Bewilligungsbescheid. 2004 gründeten sich insgesamt acht Arbeitsgruppen, die elf öffentliche Projekte in insgesamt 74 Arbeitssitzungen auf den Weg brachten und 74-mal tagten.

Bürgermeister Claus Junghenn skizzierte die einzelnen Projekte. So habe die Schaffung des Dorfmittelpunktes die Liste der Maßnahmen angeführt, sei aber als Letztes realisiert worden. Ortsbegrünungsmaßnahmen wurden verwirklicht am Nitzelbach, auf Spielplätzen, in der Marktstraße und auf dem Friedhof. Auch ein Schwalbenhaus entstand im Rahmen dieser Projekte. An Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche wurden ein Wassererlebnispark am Nitzelbach und ein Fun-Court auf dem Marktplatz geschaffen. Um- und Anbauten und Erneuerungen der Markthalle, der Sport- und Kulturhalle und des alten Raiffeisenlagers wurden in den acht Jahren bis 2012 verwirklicht. Brücken im Ort wurden am Nitzelbach und an der Eder verbessert. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen dafür 974 000 Euro, vom Land wurden 53 600 Euro an Zuschüssen gezahlt. Die tatsächlichen Investitionen allerdings lagen noch höher, die Zahlen berücksichtigen nur die förderfähigen Summen. Zusätzlich wurden 22 private Maßnahmen der Dorferneuerung mit Gesamtkosten von 2,3 Millionen Euro zu Ende gebracht. Junghenn zog ein Fazit: „Die Dorferneuerung hat Battenfeld sehr viel gebracht, auch auf der zwischenmenschlichen Ebene und für das Vereinsleben.“

Ortsvorsteher Dietmar Gasse nannte das Brauchtum, die Traditionspflege, die Ausrichtung auf die Zukunft und das funktionierende Vereinsleben als die Erfolgsgaranten der Dorferneuerung. Geschenke überreichte er an die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Petra Eckel und Oliver Koch, sowie an seine Amtsvorgänger Ulrich Kirchhübel und Werner Koch, deren Amtszeiten auch im Zeitraum der Dorferneuerung lagen. Zusammen mit Bürgermeister Junghenn sowie Klaus Blaschke von der Herstellerfirma Inox brachte Gasse ein Erinnerungsschild an die Dorferneuerung an einem Felsbrocken auf dem Platz vor der alten Schule an.

Das Rahmenprogramm der Feier wurde mit Liedern gestaltet von den beiden Battenfelder Chören unter der Leitung von Peter Becker und Holger Born. An der Feier auf dem neu gepflasterten Platz nahmen Vertreter aller Gemeindegremien, der beteiligten Baufirmen, Vertreter der Vereine und die beiden Landtagsabgeordneten Daniela Neuschäfer und Claudia Ravensburg teil.

Von Erwin Strieder

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