Absterben einer bizarren Rotbuche im Battenberger Forst hat bereits begonnen

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Vor dem Baumriesen: Revierförster Heinrich Engelhard an der uralten, dicken Buche im Battenberger Forst kennt den historischen und ökologischen Wert dieses Baum-Veteranen.

Battenberg. Auf eine Besonderheit im Battenberger Forst unweit von Alt-Elbrighausen, dort wo der Gedenkstein des sagenhaften Battenberger-32-Ender-Hirsches steht, machte jetzt Heinrich Engelhard (Karlsburg) aufmerksam.

Es ist eine eine riesige, bizarre Rotbuche mit stattlichem Stammumfang. Engelhard rechnete an Hand vorhandener Daten zurück und kam auf ein Alter dieser Buche im Elbrighäuser Grund von über 300 Jahren. Obwohl Teile ihrer Krone noch grün sind, ist unverkennbar, dass ihr Absterben bereits begonnen hat.

Das geht, wie der Forstbeamte erklärt, bei Buchen dann sehr schnell. So wollte er vor deren endgültigem Zusammenbruch zu Totholz noch auf die historische und ökologische Bedeutung dieses Buchen-Veteranen hinweisen.

Rückblende: In der „Allgemeinen Forst- und Jagd-Zeitung“ vom Juli 1844 wird über den Oberförster Pfifferling als Leiter des Revieres Elbrighausen im Bereich des Großherzoglichen Forstes Battenberg berichtet. Er habe nicht nur sein Revier „sorgfältigst“ bewirtschaftet, den berühmten 32-Ender-Hirsch in Stein gehauen, sondern auch „die meisten der zur hohen und niederen Jagd gehörigen Thiere auf starke Bäume geschnitten und mit Oelfarbe gemalt“.

Diese hätten einen besonderen Effekt gehabt, so dass seine Kinder auf dem Schulweg von Elbrighausen nach Neuludwigsdorf eine Orientierungshilfe hatten.

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Quelle: HNA

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