Preisrichter schauen bei Züchtungen genau hin – Schulung in Frankenau

Adleraugen fürs Geflügel

Expertenrunde: (von links) Karl-Heinz Lüdde, Uwe Schelberg, Horst Küthe, Reinhard Hühn, Ronald Jentzsch, Karl Schöppner und Daniel Kaufmann begutachten einen Lakenfelder Hahn (Mitte) und einen New Hampshire Hahn bei der Preisrichterschulung in Frankenau. Foto: Battefeld

Frankenau. Es ging um Form- und Haltungsmerkmale, Größe und Stand sowie das Farb- und Zeichnungsbild: Gesundheit, Schauverfassung und Rassereinheit von Hühnern, Wassergeflügel und Tauben standen im Mittelpunkt einer Schulung des Landesverbands der Preisrichtervereinigung Kurhessen in der Geflügelzuchtanlage in Frankenau.

Knapp 40 Teilnehmer begutachteten unter fachkundiger Anleitung die 200 vom örtlichen Geflügelzuchtverein zur Verfügung gestellten Tiere und fachsimpelten über die Zuchtmerkmale der einzelnen Rassen.

„Meinungen austauschen“

„Wir machen immer im Herbst eine Schulung am Tier, bei der die Preisrichter ihre Meinungen austauschen können“, berichtete der Vorsitzende der Rassegeflügel-Preisrichtervereinigung im Landesverband Kurhessen, Rudolf Erhardt aus Fritzlar.

Auch wenn die Standards der Bewertungsmerkmale grundsätzlich in einem dicken Ordner festgelegt seien, gebe es doch verschiedene Interpretationsmöglichkeiten über die auf einer solchen Zusammenkunft diskutiert werden könne.

Außerdem sei die so genannte „Handbewertung“ wichtig, um den Skelettbau, die Kopfpunkte und die Feinheiten des Farbbildes genau in Augenschein nehmen zu können. „Wir freuen uns immer, wenn wir - wie hier in Frankenau - eine solche tolle Zuchtanlage für unsere Schulung nutzen können“, betonte Rudolf Erhardt. Um als Preisrichter tätig zu sein, müsse man zuvor eine Prüfung mit einem theoretischen und praktischen Teil ablegen, teilte Petra Müller aus Marburg mit. Grundvoraussetzung sei unter anderem, dass man erfolgreich Geflügel züchtet, Mitglied in einem Ortsverein ist bereits auf fünf großen Schauen ausgestellt habe.

Mehr Mitglieder

„Wie viele andere Vereine auch, wünschen wir uns mehr Nachwuchs in der Riege der Preisrichter“ erklärte Rudolf Erhardt.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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