Gemünden

“Adventsfest der Berge“: Lachen, Träumen und Schunkeln

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- Gemünden (jos). Stars der volkstümlichen Musik gaben sich am Donnerstag ein Stelldichein in Gemünden. Die dort ansässige Veranstaltungsagentur Depro Concert hatte zum „Adventsfest der Berge“ eingeladen.

„Etwas zum Lachen, Träumen und Schunkeln“ verspricht Moderator Hansy Vogt den rund 450 Besuchern zu Beginn – und das Publikum wird nicht enttäuscht. Der bestens aufgelegte Fernsehmoderator und Volksmusik-Kenner Vogt erzählt gleich ein paar Witzchen und sagt dann den ersten Künstler des Abends an. Reiner Kirsten, sechster Sohn einer Schwarzwald-Familie, gibt sich als Sänger vom Typ Schwiegermutters Liebling und bringt die Zuschauer zum Schunkeln und Klatschen. Für das hauptsächlich aus Senioren bestehende hat er genau die richtigen Titel dabei. Erster Höhepunkt für die Besucher: „Aber dich gibt's nur einmal für mich“ von den „Flippers“. Viele Besucher stimmen in den Kervers lautstark mit ein.

Als nächstes steht ein Instrumentalist auf der Bühne: Edward Simoni beschert dem Publikum mit seiner Panflöte Gänsehaut-Momente. Nicht fehlen darf James Lasts berühmte Melodie vom einsamen Hirten. Auf der Querflöte beweist Simoni bei einer tschechischen Polka, dass er auch virtuose Melodien meistern kann. Mit elektronischer Geige spielt er ein Pottpuri berühmter Country-Songs – bei allen Stücken kommt die Begleitung vom Band.

Mit dem Naabtal Duo verbinden die Zuschauer vor allen Dingen einen großen Hit: „Patrona Bavariae“ heißt das Lied, das den beiden Musikern 1988 den Durchbruch verschafft hat. Seit dem Grand-Prix-Erfolg ist das Duo durch Höhen und Tiefen gegangen, hat sich zwischendurch auch einmal aufgelöst und dann wiedervereint. Das Gemündener Publikum erfreuen Wolfgang und Willi mit volkstümlichen Schlagermelodien aus ihrer insgesamt 25-jährigen Bühnenerfahrung.

Die „Feldberger“ sind die einzige echte Band des Abends, bei allen anderen Sängern kommt die Musik aus der Konserve. Moderator Hansy Vogt spielt in der Gruppe die Gitarre und singt bei einigen Stücken. Die handeln unter anderem von der schönen Aussicht vom Feldberg. Neben modernem Schlager spielen die Musiker allerdings auch traditionelle Volkslieder, wie beispielsweise den Titel „Fahrende Musikanten“. – Für viele Besucher der Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von Francine Jordi. Mit ihrem schweizer Charme und einer fantastischen Stimme verzaubert die Sängerin ihr Publikum. Kurzerhand erklärt Jordi Gemünden zum „Brasilien Europas“ und fordert die Besucher zum Hüftschwung auf – mit Erfolg. Nach dem tänzerischen Zwischenspiel dürfen die Besucher wieder Platz nehmen und einer Ballade lauschen, die vom „schönsten Kuss des Sommers“ handelt. Ihren Grand-Prix-Hit aus dem Jahr 1998 enthält die studierte Sängerin dem Publikum nicht vor: Bei dem Titel „Feuer der Sehnsucht“ stimmen viele mit ein.

In der Pause geben sich alle Künstler publikumsnah, sie schreiben im Foyer fleißig Autogramme und verkaufen CDs. Im zweiten Teil wird es besinnlich: In anderer Reihenfolge treten alle Künstler noch einmal auf und präsentieren weihnachtliche Melodien. Das Publikum greift zu den ausliegenden Textzetteln und singt bei einigen Liedern mit. Zum großen Finale kommen alle Stars des Abends gemeinsam auf die Bühne und singen mit dem Publikum „Stille Nacht“.

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