Höhepunkt des Ansturms war der Samstag

Ärger um Parkflächen am Einkaufszentrum Frankenberger Tor

Sie parken richtig: Stefanie Lier, Heike Schmidt und Leon Lier (von links) räumen ihre Einkäufe, die sie im Frankenberger Tor getätigt haben, ins Auto, das sie auf dem Parkdeck des Einkaufszentrums abgestellt haben. Sie belegen nicht Parkplätze anderer Geschäfte. Foto: Biedenbach

Frankenberg. Das sorgt für Ärger: Kunden des neuen Einkaufszentrums Frankenberger Tor belegen Parkplätze umliegender Geschäfte.

Das Interesse an dem neuen Einkaufszentrum und enorme Preisrabatte lockten in der Eröffnungswoche viele Kunden an. Doch damit verbunden sind auch eine enorme Zunahme des Verkehrs und der Ärger von Geschäften rund um das Einkaufszentrum. Dort belegen Frankenberger-Tor-Kunden die Parkplätze.

Höhepunkt des Ansturms war der Samstag. Ein Parkeinweiser hat nach Angaben der Polizei sogar zeitweise das Parkdeck wegen Überfüllung gesperrt.

Das bekam besonders der benachbarte Tegut-Markt zu spüren: „Viele Kunden, aber auch die Mitarbeitenden des Centers parken auf der Tegut-Parkfläche, so dass unsere Kunden ausweichen mussten oder ihren Einkauf abgebrochen haben“, sagt Pressesprecherin Stella Kircher auf HNA-Anfrage. „Ebenso gab es auch Probleme für unsere Anlieferung, da die Wege durch die verschärfte Parkplatzsituation und zum Teil unrechtmäßig geparkte Pkw erschwert wurde“, fügt sie hinzu.

Auch beim Kara&Aslan-Markt gegenüber dem Haupteingang des Tors an der Röddenauer Straße kamen nach Angaben von Mitarbeitern aus dem gleichen Grund schon mehrfach Lieferfahrzeuge nicht durch.

Weitere Geschäfte wie die Blumen-Twins leiden unter der Park-Situation und haben die Stadt um Hilfe gebeten. Und sogar die drei Mitarbeiter-Parkplätze an der Tankstelle sind von Einkaufenden belegt.

Der Kundenansturm in der Eröffnungswoche sei ganz normal, sagte Jennifer Baumann vom Unternehmen Ten Brinke, das das Einkaufstor gebaut hat. Sie verweist darauf, dass Ten Brinke mit 280 eigenen Parkplätzen die in der Baugenehmigung geforderte Zahl weit überschreite. „Wo die Kunden sonst noch parken, das haben wir nicht im Blick“, sagt sie.

Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß ist überzeugt, dass sich „alles einspielen wird“, wenn sich der Anfangs-ansturm nach der Eröffnung der Bekleidungskette H&M Ende März und dem Oster-Wochenende gelegt habe.

„Wir wollen ja Kunden in die Stadt holen“, betont Heß. Er habe am Samstag auch einen vermehrten Zulauf in Richtung Fußgängerzone beobachtet. Gegen 11 Uhr habe er 45 Personen auf dem Bürgersteig vorm Landratsamt gezählt, sagte er. Sicherlich besuchen auch Kunden, die auf dem Frankenberger-Tor-Deck parken, andere Geschäfte.

Es gebe derzeit viel Verkehr vor dem Einkaufszentrum. „Das liegt zum Teil auch daran, dass viele zum ersten Mal vorbeikommen und nur Schritttempo fahren, weil sich den Eingangsbereich ansehen“, sagt Heß.

Der Bürgermeister geht auch davon aus, dass die Scheu mancher Autofahrer, aufs Parkdeck zu fahren, sich verlieren werde. Von Verkehrschaos könne keine Rede sein. Obwohl am Samstagmorgen die Ampelanlage ausgefallen war, sei der Verkehr nicht zum Erliegen gekommen.

Der erste Tag im Frankenberger Tor

Was die Polizei zu der Verkehrs-Situation sagt und welchen Einfluss der Vorsitzende der Frankenberger Kaufleute auf Geschäfte in der Innenstadt sieht, lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeinen.

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Quelle: HNA

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