Aktion zum Mundart-Quiz: Was Kinder früher spielten

Schweinchen auf der Leiter: Gerda Clemens (Mitte) zeigt ihren Enkel- und Nachbarkindern (von links) Lena Pappel, Fenja Schäfer, Hanna Clemens und Leni Clemens, wie das „verwirrende“ Garnspiel aus ihrer Kinderzeit funktioniert. Foto: Arnold

Frankenberger Land. Sie malten für das Mühle-Spiel die Linien selbst auf Papier und nutzen Knöpfe als Spielfiguren. Das erzählen Senioren von Kinderspielen in ihrer Jugend.

Berge von Spielzeug unter dem Weihnachtsbaum - das gab es früher nicht. Was haben die Kinder damals gespielt und was bekamen sie geschenkt? Dazu haben wir Rennertehäuser Senioren befragt. Mit dem Thema „Weihnachten früher“ haben sich nämlich die Senioren 80 plus auf ihrer Weihnachtsfeier beschäftigt.

Da „Kinderspiele früher“ das Schwerpunktthema zum diesjährigen HNA-Platt-Quiz’ zu Silvester sind, baten wir die Senioren, möglichst in Mundart zu reden. „En Schaukelgaul hat jeder Junge“, war die Meinung in der Runde. „Mer Märercher bekame en Meter Stoff fer äh neuwes Kleed geschenkt“, sagte Rosel Petter.

Die Mädchen, die eine Puppe hatten, wunderten sich, dass diese kurz vor Weihnachten immer unauffindbar war. Des Rätsels Lösung: „Uff Heiligowend woarnse wirre do und harre ä nöwes Kled a“, erzählten die Seniorinnen.

Doch auch damit mussten sich die Kinder zufrieden geben: „Bei uns gab es keine Spielsachen zu Weihnachten: Do kam uff Heiligowed en Koarb mit Plätzercher, Äppel un Nisse ufn Tösch, dos woar alles“, so ist die Erinnerung von Otto Inacker. Ein anderer Senior erinnert sich: „Mehr harre nür Bauklätzercher, die de Vadder gemocht hat.“

Womit hat man früher an den Winterabenden gespielt? Da kamen die Großeltern ins Spiel, die mit in der Familie lebten. Diese haben oft vorgelesen, „Struwelpeter“ oder „Max und Moritz“ gehörten zur Lieblingslektüre. Gespielt wurde „Mühle“ oder „Dame“, wobei die Linien für „Mühle“ auf Papier gemalt wurden und Knöpfe als Spielsteine dienten, erzählte Rosel Richter. (wi/mab)

Wörter fürs HNA-Mundart-Quiz gesucht

Die HNA sammelt wieder Wörter für das beliebte Platt-Quiz an Silvester. Liebe Leserinnen und Leser, senden Sie uns wieder Ausdrücke in der Mundart Ihres Ortes aus dem Frankenberger Land. Ganz gleich ob Wörter aus Haus, Hof oder Garten, alles ist uns willkommen.

Gerne drucken wir auch lustige Ausdrücke, kurze Reime oder Berichte auf Platt ab.

Und haben auch Sie noch Erinnerungen an Kinderspiele von früher? Schreiben Sie sie auf und senden Sie sie der HNA zu. Ob auf Hochdeutsch oder auf Platt ist egal - nur zu lang sollten sie nicht sein. Unter den Einsendern verlosen wir drei Gutscheine für den HNA-Shop à 15 Euro.

Senden Sie uns Ihre Beitrage bis 28. Dezember an

frankenberg@hna.de

Quelle: HNA

Kommentare