Aktionen gegen Häuser-Leerstand im Ortskern

Kein schöner Anblick: Leerstehender Gebäudekomplex im Ortskern von Birkenbringhausen. Foto: Biedenbach

Birkenbringhausen. Leerstehende Gebäude in den Ortskernen, das ist ein Problem in vielen Dörfern. Die Freie Wählergemeinschaft Birkenbringhausen will mit einem ganzen Maßnahmenbündel dagegen vorgehen.

Der Vorsitzende Erich Naumann erläutert auf Anfrage der HNA die Ideen:

• Förderung: Die FWG will die Förderrichtlinien der Gemeinde für die Bezuschussung von Altbausanierung ändern. Dort gilt bisher eine Mindestinvestition von 75 000 Euro, um in den Genuss eines Zuschusses zu kommen. Schon niedrigere Investitionen sollen laut Naumann gefördert werden. Denn nur so könne Anreiz geschaffen werden, auch ältere Häuser zu sanieren, deren Erwerb und Renovierung keine 75 000 Euro koste. Gerade solche Objekte stehen leer.

• Gebäude-Kataster: Die Gemeinde Burgwald soll alle leerstehenden Gebäude in einem Kataster erfassen und versuchen, neue Käufer – am liebsten junge Familien – zu finden. Immobilienmakler haben laut Naumann meist kein Interesse, die älteren, preisgünstigeren Gebäude zu vermarkten, weil dabei kaum Geld zu verdienen sei.

• Bürgerbefragung: Um künftigen Leerstand zu vermeiden, will die FWG mögliche Hausverkäufer und Hauskäufer zusammenbringen. Auf einem Fragebogen können ältere Hausbesitzer angeben, ob und gegebenenfalls wann ihr Haus zum Verkauf stehen soll. Jüngere Leute, die eventuell Eigentum erwerben möchten, können ebenfalls ihre Wünsche angeben.

So könnte im Vorfeld vermittelt werden, und es könnten schon frühzeitig mögliche Hausübernahmen geplant werden. „Wir sehen das als ein Pilotprojekt“, sagt Naumann. (mab)

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Quelle: HNA

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