Gemünden

„Alle Weiber außer Rand und Band“

- Gemünden (ug). Die gut gelaunten Närrinnen hatten sich wieder tolle Verkleidungen einfallen lassen. Da schunkelten Bienen mit Spielkarten, Meerjungfrauen mit Engeln und Piraten mit Bierflaschen. Ein besonderer Hingucker waren vier junge Frauen, die vorn Prinzessin und hinten Frosch waren, ganz nach dem Motto: „Wer küsst den Frosch?“

Aber auch Senftuben, Nonnen, Tequillaflaschen und rosa behütete Cowgirls füllten die Tanzfläche. Die „Girls of fire“ machten schwarz-rot-gold gekleidet Lust auf das „Sommermärchen 2010“.

Edeltraud Becker freute sich in ihrer Begrüßung über die aufwendigen Verkleidungen und über die viele Besucherinnen, die nicht nur als der Bunstuth, sondern auch aus Frankenberg, Löhlbach, Friedrichshausen, Dodenhausen und Hertingshausen trotz des Schneefalls gekommen waren. Sie führte durch das Programm und hatte immer wieder neue Trinksprüche und Witze parat. „Nehmt das Leben nicht so schwer, denn nach dem Alter kommt nichts mehr“ rief sie den Frauen aus drei Generationen zu.

Gleich zu Beginn sorgten die Jugendlichen der Trachtengruppe Wohra mit ihrem Auftritt für Stimmung. Als Pippi Langstrumpf, Heidi, Vickie, Pumuckel, Bär, Affe und Hexe zeigten sie sich nach einem etwas verschlafenen Beginn hellwach, und alle machten bei den bekannten Kinderliedern begeistert mit.

„Großes Kino“ kündigte das Zickenballett an. Unter der Leitung von Elvira Köhler tanzten die Frauen zu verschiedenen Filmmusiken und bewiesen dabei auch ihr schauspielerisches Talent. Beim anschließenden „Gespräch unter Frauen“ zwischen Steffi Kauffeld-Palm und Anja Kisselbach blieb kein Auge trocken. Auch Irene Kauffeld und Sandra Wege hatten bei ihrem Sketch die Lacher auf ihrer Seite.

Passend zu ihrem Namen gekleidet tanzten die „Girls of fire“ in diesem Jahr zu „Fire“ und erhielten tosenden Applaus. Die jungen Frauen der Feuerwehr begeisterten mit einer beeindruckenden Gleichmäßigkeit ihres Power-Tanzes. Von ihrer neuen Tätigkeit als Putzfrau im „Hessischen Hof“ und einer Reise nach Mallorca berichtete Ulla Krause. Sie sorgte für eine Lachsalve nach der anderen.

Zum großen Finale feierten alle eine große Ballermann-Party. Zur Musik des einzigen männlichen Wesens im Saal „Geraldine“ alias Gerald Schneider wurde noch bis weit nach Mitternacht weiter gefeiert.

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