Nach nur drei Monaten: Ärzte gehen wieder getrennte Wege

Da war die Stimmung noch prächtig: Die beiden Hausärzte Stephan Eisfeld (links) und Dr. Jochen Keute (rechts) zusammen mit dem Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn kurz vor der Erölffnung der Gemeinschaftspraxis MediNomus. Foto: Hoffmeister

Die Hausärzte Stefan Eisfeld und Dr. Jochen Keute geben ihre Gemeinschaftspraxis in Allendorf/Eder nach nur drei Monaten wieder auf. Die Chemie habe nicht gestimmt, heißt es.

Allendorf/Eder. Mit vielen interessanten Ideen waren die beiden Ärzte Stephan Eisfeld (Frankenberg) und Dr. Jochen Keute (Löhlbach) Anfang September mit einer Gemeinschaftspraxis in Allendorf/ Eder gestartet - zum Beispiel einer Terminabsprache per E-Mail oder Facebook (HNA berichtete).

Doch die Freude währte nicht lange. Die Gemeinschaftspraxis mit dem Namen „MediNomus“ splittet sich zum 31. Dezember wieder in zwei Einzelpraxen auf. Wichtig für die Gemeinde Allendorf und das obere Edertal: Stephan Eisfeld wird die bisherige Gemeinschaftspraxis neben dem Allendorfer Bürgerhaus stundenweise als „Zweitpraxis“ weiterführen.

Sie gingen „im Frieden auseinander“, betonten beide Hausärzte gegenüber der HNA. „Die Chemie hat leider nicht gestimmt. Wir konnten uns in wichtigen Fragen nicht verständigen“, sagte Stephan Eisfeld.

„Trotz allen Herzbluts, welches meine Frau und ich in das Allendorfer Projekt gesteckt haben, war der Aufbau eines sinnvollen Betriebes nicht möglich“, erklärte Dr. Jochen Keute. Seine Frau Daniela ist Hebamme. Zu den Gründen schreibt Jochen Keute: „Gescheitert ist das Projekt an internen Problemen der Partnergesellschaft.“

„Es tut echt weh und ist auch sehr teuer“, sagte Stephan Eisfeld über das gescheiterte Gemeinschaftsprojekt. „Aber die wesentlichen Player halten mir den Weg frei“, blickte der Frankenberger Arzt in die Zukunft.

„Ich war auch überrascht“, sagte der Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn. Er bedauere das schnelle Aus der Gemeinschaftspraxis, hoffe aber, „dass es mit Herrn Eisfeld weitergeht“.

Sprechstunden: Die künftigen Sprechstunden in Allendorf sollen sich laut Eisfeld „nach dem Bedarf richten“. Ab Januar will er zunächst zu folgenden Zeiten Sprechstunden in der Industriegemeinde abhalten: montags von 14 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8 bis 11 Uhr.

Die beiden ursprünglichen Praxen - von Stephan Eisfeld in Frankenberg und Dr. Jochen Keute in Löhlbach - bleiben bestehen.

 

Quelle: HNA

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