Allendorfs Bürgermeister Junghenn antwortet auf Horsels Kritik

Claus Junghenn

Allendorf/Battenberg. Mit einem offenen Brief an seinen Amtskollegen Heinfried Horsel reagiert Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn auf eine Stellungnahme Horsels, in der sich dieser gegen eine Kritik Junghenns gewehrt hatte.

Wie berichtet, hatte Junghenn den Kollegen nicht zur Einweihung des Battenfelder Kreisels eingeladen und in seiner Rede die fehlende Kooperation des Mittelzentrum-Partners kritisiert. Horsel wehrte sich danach, für die zeitliche Verzögerung des Projekts verantwortlich gemacht zu werden.

„Lieber Heinfried, eigentlich verstehen wir uns im Mittelzentrum ja ganz gut und haben am letzten Samstag auch schon über meine angebliche Polemik gelacht“, schreibt Junghenn zu Beginn seines offenen Briefes. „Schön wäre es daher gewesen, wenn Du und Dein Magistrat vor zwei Jahren meiner zweifachen schriftlichen Bitte im Sinne der guten Zusammenarbeit stattgegeben hättet. Auch im persönlichen Gespräch hatten wir erörtert, dass Aldi in jedem Fall am neuen Standort bauen werde“, schreibt Junghenn. „Natürlich wart ihr zuvor überaus großzügig und hattet der grundsätzlichen Verlagerung unter den von Dir genannten Auflagen zugestimmt. Diese hätten wir nur in einem Bauleitplanverfahren umsetzen können, was weiteren Zeitverlust bedeutet hätte.“ Natürlich, so Junghenn weiter, könne die positive Entwicklung des EKZ Battenfeld nicht im primären Interesse der Stadt Battenberg liegen, obwohl einmal vereinbart worden sei, dass im EKZ der Schwerpunkt des großflächigen Einzelhandels des Mittelzentrums liegen solle.

„Eine etwas andere Anordnung der Gebäude hätte es mit Eurem Ja gegeben, und richtig, es wäre in Planung und Umsetzung auch etwas einfacher gewesen. Mehr hatten wir gar nicht verlangt, und ihr hättet euch mit einem Ja keinen abgebrochen.“

„Wie heißt es so schön am Sonntagabend in der Hessenschau: Das fanden wir blöd! Deshalb waren wir enttäuscht und haben euch nicht zur Einweihung eingeladen und ich habe über euch geschimpft. Das fandst Du wiederum blöd und hast an die Zeitung geschrieben. Ich habe diesen Brief auch der Zeitung gegeben, damit die Leute wissen, dass wir uns nicht böse sind, schon gar nicht in der friedvollen Vorweihnachtszeit. Liebe Grüße, Claus.“ (nh/jpa)

Quelle: HNA

Kommentare