Stadtbücherei spendet an Krebshilfe

Wie alte Bücher krebskranken Kindern helfen

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Thomas Berg von der Kinderkrebshilfe erhielt von Barbara Manke und ihrem Chef, Bürgermeister Rüdiger Heß (von rechts), 500 Euro für die Arbeit mit erkrankten Kindern.

Frankenberg - Immer dann, wenn auf dem Obermarkt die Büdchen des Weihnachtsmarktes aufgestellt werden, öffnet die Stadtbücherei ihren Bücherflohmarkt. Der Erlös aus 2012 fließt einem guten Zweck zu.

Bücher, DVDs, Videos und mehr gibt es im Steinhaus immer dann zu erstehen, wenn auf dem Obermarkt der alljährliche Weihnachtsmarkt stattfindet. Dann öffnen Leiterin Barbara Manke und ihre Kolleginnen den Bücherflohmarkt. Über den Tisch geht, was in der städtischen Bücherei nicht mehr gebraucht wird, was mehrfach da ist - meist sind es Spenden. Die Geber wissen schließlich, dass der Erlös aus dem Flohmarkt einem guten Zweck zufließt: Alle zwei Jahre wird das Geld in die Bücherei investiert, die übrigen Jahre geht es an eine wohltätige Einrichtung.

Das Geld auf dem Flohmarkt Anfang Dezember ist so für die Kinderkrebshilfe bestimmt. „Es sind nicht ganz 500 Euro zusammengekommen. Also hat das Team aus eigener Tasche aufgestockt“, verrät Manke bei der Übergabe des Schecks. Den empfängt Thomas Berg, Vorsitzender der Kinderkrebshilfe im Landkreis. „Wir haben gerade erst wieder ein Mädchen aus dem Oberen Edertal aufgenommen“, berichtet er. Insgesamt unterstützt der Verein, in dem nur Ehrenamtliche tätig sind, derzeit rund 25 Kinder und deren Familien im Landkreis.

Einsatz nach Bedarf

Das Geld wird dabei ganz nach Bedarf unterschiedlich eingesetzt. Berg zählt Tankgutscheine, Medikamenten-Zuschüsse, kleinere Reisen in die Berge, an die See oder zu weit entfernten Verwandten auf. „Oft muss man sich aber auch um die Geschwister kümmern“, sagt er; denn die kämen in einer Familie mit krebskrankem Kind nicht selten zu kurz. Helfen würde dem Verein jede Spende - nicht nur große Summen wie die 500 Euro aus dem Frankenberger Bücherbasar.

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