Mopsfledermaus soll nicht gestört werden

Alter Dodenauer Eisenbahntunnel bis Mitte April gesperrt

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Gesperrt: Dieser Bauzaun verhindert jetzt den Tunneldurchgang, auch dem Dodenauer Fledermauspaten Gerhard Saßmannshausen. Verspätete Fledermäuse können aber weiterhin einfliegen. 

Dodenau. Der alte Dodenauer Eisenbahntunnel ist von Anfang November bis Mitte April für Radfahrer und Fußgänger gesperrt. Grund: Die dort lebende Mopsfledermaus soll nicht bei ihrem Winterschlaf gestört werden.

Schon bei der Eröffnung dieses Teilstückes des Ederauenweges hatte der NABU-Kreisvorsitzende Heinz-Günther Schneider die Einbindung der Naturschutzinteressen bei der Planung des Radweges gelobt. „Unsere Anregungen und Wünsche wurden erfüllt. Dazu gehört auch, dass der Tunnel während der Wintermonat mit Gittertoren abriegelt wird.“ Das hat die Stadt Hatzfeld in diesem Jahr mit einem Bauzaun erledigt.

Frank Seumer, der die NABU-Arbeitsgruppe Fledermausschutz leitet, erläuterte die Gründe: Der Tunnel zwischen Dodenau und Reddighausen sei das größte bekannte Winterquartier der stark vom Aussterben bedrohten Mopsfledermaus in Hessen. Die Mopsfledermaus sei nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) besonders geschützt.

Bei den einmal jährlich stattfindenden Kontrollen hätten Mitglieder der NABU-Arbeitsgruppe Fledermausschutz und des Landesverbandes für Höhen- und Karstforschung neben der Mopsfledermaus auch die Fransenfledermaus, das Braune Langohr, die Bartfledermaus, die Wasserfledermaus und die Zwergfledermaus im Dodenauer Eisenbahntunnel nachgewiesen. Der Tunnel sei bereits vor mehreren Jahren als FFH-Schutzgebiet ausgewiesen worden. „Das Winterquartier darf nicht beeinträchtigt werden“, betonte Frank Seumer. (wi)

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Quelle: HNA

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