Laisa

Alte Dreschmaschine im Einsatz

- Battenberg-Laisa (da). Passend zum Erntedankfest zeigten Laisaer­ Männer am Sonntag, wie vor zwei Generationen Getreide gedroschen wurde: Sie arbeiteten mit der alten Dreschmaschine des Dorfes.

Noch in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts fuhren Dreschmaschinen in den Dörfern von Hof zu Hof, um das geerntete Getreide zu dreschen – eine harte Arbeit, die längst von Mähdreschern übernommen wird.

Während in den meisten Orten die alten Dreschmaschinen verschrottet wurden, haben die Laisaer ihre alte Buschhoff, Baujahr 1956, be- und erhalten. Das ist einmalig im Frankenberger Land. Eine Gruppe von Männern hegt und pflegt das Gerät, und immer mal wieder zeigen sie es in Aktion.

Eine weitere Besonderheit ist die Dreschhalle, wie es sie früher in jedem Dorf gab. Als die Gebäude nicht mehr benötigt wurden, sind sie oft abgerissen oder zu Scheunen umgebaut worden. In Laisa wird die Halle erhalten, und immer wieder investieren Dorfbewohner Arbeitskraft. Jetzt ist die Sanierung ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Die Dreschhalle bildete auch den passenden Ort für den Erntedankgottesdienst am Sonntagmorgen.

Anschließend erfuhren die Besucher, wie beschwerlich früher die Arbeit mit der Dreschmaschine war. Die Kindertanzgruppe des Heimatvereins führte Tänze vor. Für Essen und Trinken war gesorgt: Unter anderem mit Kartoffeln aus der Dämpfmaschine. Auch die ist in Laisa noch erhalten und wird regelmäßig betrieben.

Kommentare