Dritte Ederbergland-Classics

Alte Schätze glitzern in der Sonne

Fotos: ri

Allendorf (Eder) - Sonnenschein hatten sich die Mitglieder des Automobil-Sportclubs Lahn-Eder für die dritten ADAC Ederbergland-Classics gewünscht.

Manchmal werden Wünsche wahr: Seit Tagen scheint im Ederbergland die Sonne, die Rahmenbedingungen für eine Ausfahrt von Klassikern und Oldtimern sind hervorragend. Denn gerade bei sommerlichem Wetter sind die Oldtimerfreunde besonders agil und nehmen gerne an derartigen Veranstaltungen teil - kein Wunder, dass offen fuhr, wer ein aufklappbares Verdeck sein Eigen nennen darf. Vergessen sind an Tagen wie den vergangenen die Sorgen um die nicht immer ganz dichten, alten Schätze, in die ab und an auch mal ein wenig Wasser eindringen kann.

Insgesamt kamen so am frühen und noch angenehm kühlen Sonntagmorgen 53 Teams zum Bürgerhaus nach Allendorf und verwandelten den Parkplatz in ein Musum. Während des Eincheckens und des Empfangs der Fahrunterlagen im Bürgerhaus hatte die Jugendgruppe des Automobil-Sportclubs für die Teilnehmer ein deftiges Frühstück vorbereitet. Nach dem Genuss trafen sich die Teilnehmer zur Ausfahrt. Der Fahrtleiter Günter Tönges aus Frankenberg wies die Teilnehmer in einer Besprechung in die Regeln ein. Bevor es aber wirklich los ging und die Tour beginnen konnte, wurden die Fahrzeuge von Mitarbeitern des TÜV auf ihre Verkehrssicherheit überprüft.

Prüfungen im Altkreis

Pünktlich um 10 Uhr schickte ADAC-Referent Rainer Gorski die Teilnehmer auf die Strecke. Bereits im Gewerbegebiet in Allendorf wartete die erste Aufgabe in Form einer Gleichmäßigkeitsprüfung: Es galt, eine im Bordbuch festgelegte Strecke mit 30 Kilometern in der Stunde zu durchfahren. Die Teilnehmer verließen im Anschluss die Industriegemeinde und fuhren nach Ernsthausen zur Bäckerei Müller. Dort mussten die Fahrer der Klassiker einen bestimmten Abstand zu einer Bordsteinkante einhalten.

Über Rosenthal ging es weiter nach Viermünden. Am Gasthaus Thiele gab es einen Stopp in Form einer Stempelkontrolle, bevor es die Fahrer und ihre Begleiter weiter nach Sachsenberg zum Stadtfest führte (siehe Seite 17). Dort angekommen mussten die Teilnehmer die exakte Mitte ihres Fahrzeuges ermitteln. Nach dieser Aufgabe wurden die Fahrzeuge in der Feststraße abgestellt - es gab etwas zu Essen und für die Festbesucher die Gelegenheit, die alten Fahrzeuge zu bestaunen.

Nach der Mahlzeit ging es über Oberorke, Ederbringhausen und Frankenau nach Geismar zum Museumsplatz, wo ebenfalls eine Stempelkontrolle eingerichtet worden war. In Röddenau mussten die Teilnehmer bei der Oldtimer-Werkstatt „Classic Docs“ ihr Fahrzeug an ein Gatter fahren und dabei einen bestimmten Abstand einhalten. Die Differenzen zu den im Bordbuch beschriebenen Abständen in Zentimetern und Sekunden ergaben die Fehlerpunkte, die in die Bordkarte eingetragen wurden.

Nach dieser letzten Aufgabe ging es zurück zum Bürgerhaus in Allendorf. Es folgte die Abgabe der Bordkarte an das Auswertungsteam. Für die Teilnehmer hatten die Mitglieder des Sportclubs Kaffee und Kuchen vorbereitet, um die Zeit bis zum Eintreffen des letzten Fahrzeuges zu verkürzen. Bis am Abend die Sieger gekürt wurden, versüßten sich die Teilnehmer den Nachmittag mit angeregten Fachgesprächen und dem Begutachten ihrer Fahrzeuge. Die Sieger werden in der morgigen Ausgabe bekanntgegeben.

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