Hatzfeld

Mit altem Traktor auf großer Fahrt

- Manche reisen gern bequem, manche besonders schnell. Der Hatzfelder Oldtimerfreund Thomas Gelbach bevorzugt die Langsamkeit: Mit Trecker und Oberlichtwagen machte er sich auf die Reise.

Hatzfeld. Nach einer großen Tour vor zwei Jahren, die ihn nach Thüringen, Sachsen und Bayern führte, stand für Thomas Gelbach fest: Das war nicht die letzte Fahrt mit Traktor und Oberlichtwagen in deutschen Landen. ieses Jahr sollte es in Richtung Osten zur Mecklenburgischen Seenplatte gehen. Schon Wochen vor dem Reisebeginn wurde in groben Zügen die Route festgelegt und vor allem der Traktor samt Gespann gewartet. Mit Tochter Tatjana als „Co-Pilotin“ startete Gelbach die große Fahrt. Die Route führte zunächst über Korbach-Warburg-Höxter nach Holzminden zum ersten Quartier. Weiter ging es dann am zweiten Tag vorbei an der Rattenfänger-Stadt Hameln nach Neustadt zum Steinhuder Meer – ein Paradies für Wassersportler. Der See hat sich in den vergangenen Jahren zum Zentrum für „Kite-Surfer“ entwickelt, die sich auf einem speziellen Board stehend von einem Drachen ziehen lassen. Am nächsten Morgen setzten sie die Fahrt in Richtung Mecklenburg-Vorpommern ins Land der 1.000 Seen fort. Tagesziel war der Plauer See. Favorit der Hatzfelder war der Kummerower See. Sie erreichten Loissin, zwischen Rügen und Usedom direkt an der Ostsee gelegen. Dort machten sie Bekanntschaft mit der Marienkäferplage. Der Campingplatz erinnerte zwar noch an alte Zeiten, aber die Aussicht auf die Ostsee entschädigte für alles. Am 6. Tag fuhren sie weiter über Greifswald und durch Stralsund nach Rügen. Die Kornkammer Deutschlands präsentierte sich mit Feldern soweit das Auge reicht – Getreide, Kartoffeln, Mais, Raps, Lavendel, Sonnenblumen. Besonders beeindruckt waren sie von Mähdrescher mit einer Schnittbreite von rund zehn Metern. Auf Rügen machten sie einen kleinen Stopp und sahen sich die Kreidefelsen am Königsstuhl an. Am nächsten Tag fuhren sie wieder zurück Richtung Kummerower See, dem viertgrößten Gewässer der Mecklenburger Seenplatte, Hier gönnten sie sich eine längere Auszeit und genossen die fantastische Lage, das gute Wetter und erlebten erholsame Tage.Nun fand auch der geplante Beifahrerwechsel statt. Der Hatzfelder Bernd Otto war für die Heimfahrt neuer Navigator.

Mehr lesen Sie in der Ausgabe der Frankenberger Zeitung am Dienstag, 25. August 2009.

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