Frankenauer Ortsbeirat soll Stellungnahme über neue Nutzung der Wesemühle abgeben

Vom Alten- zum Asylantenheim?

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Wird aus dem bisherigen Altenpflegeheim „Wesemühle“ bei Frankenau ein Wohnheim für Asylbewerber? Der Stadt Frankenau liegen zwei Anfragen vor, der Ortsbeirat ist aufgerufen, eine Stellungnahme abzugeben. Archivfoto: Andrea Pauly

Frankenau - Der Stadt Frankenau liegen zwei Anfragen vor, ob eine Nutzung der Wesemühle als Wohnheim für Asylbewerber vorstellbar ist. Damit sind gleich zwei Immobilien im Stadtgebiet im Gespräch als Zufluchtsort für Flüchtlinge.

Noch ist nichts entschieden: Die Mitglieder des Frankenauer Ortsbeirats sollen die Anfragen zunächst thematisieren. Nach Angaben von Alexander Kaufmann tagt das Gremium nächste Woche.

Er persönlich hätte jedenfalls kein Problem damit, wenn das demnächst leer stehende Seniorenheim für Asylbewerber genutzt würde, sagt der Frankenauer Ortsvorsteher. „Ich bin dafür. Die müssen ja irgendwo unterkommen“, kommentiert er auf Nachfrage der Frankenberger Zeitung. Dabei sei die abgelegene Lage der Wesemühle weder Vor- noch Nachteil, betont Kaufmann: „Das spielt keine Rolle“. Ihm geht es vielmehr darum, Leerstand zu verhindern: „Das wäre ein Gebäude, was dann genutzt werden würde“. Seinetwegen komme auch jedes andere Gebäude als Wohnheim für Asylbewerber in Frage. - Die Wesemühle wird derzeit geräumt: Nachdem sich kein Investor gefunden hat, der das Altenheim nach der Insolvenz übernehmen und weiterbetreiben will, werden die Senioren in andere Heime verlegt (wir berichteten).

Der Frankenauer Ortsbeirat steht noch vor der Stellungnahme, in Dainrode hat das Gremium seine Meinung zu einem Aslybewerberheim im leerstehenden Gasthaus Possom bereits abgegeben (wir berichteten). Eine Antwort vom Landkreis stehe noch aus, sagte Bürgermeister Björn Brede auf Nachfrage der FZ.

In Dainrode sollen bis zu 21 Flüchtlinge ein Übergangsheim finden - allerdings ist dies aus Sicht des Ortsbeirats eine zu große Zahl: In Dainrode fehle die Infrastruktur, um so vielen Menschen eine tägliche sinnvolle Beschäftigung zu bieten und sie zu integrieren. Diese Einschätzung war auch Inhalt der Stellungnahme, die der Ortsbeirat auf Aufforderung des Landkreises formuliert an.

Von Andrea Pauly

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