Alten- und Pflegeheim: Wesemühle droht das Aus

+
Hohe Personal- und Sachkosten, zu wenig Einnahmen: Das Alten- und Pflegeheim Wesemühle in Frankenau ist wirtschaftlich stark angeschlagen.

Frankenau. Die Zukunft des Alten- und Pflegeheimes Wesemühle in Frankenau ist stark gefährdet. Wie die HNA erfuhr, hat der Geschäftsführer des Betriebes einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Der zuständige Insolvenzverwalter, der Frankenberger Rechtsanwalt Hartmut Mitze, bestätigte die HNA-Information und betonte, dass derzeit genau geprüft wird, wie sich die wirtschaftliche Situation des Hauses darstellt.

Mitze zeigte sich verhalten optimistisch, dass der Betrieb des Alten- und Pflegeheims dauerhaft weitergehen kann. Das Haus am Wesebach verfügt über 24 Betten. Derzeit leben 19 Bewohner in dem Alten- und Pflegeheim und werden vorerst dort weiterbetreut. Neben dem Geschäftsführer arbeiten 21 Pflege- und Verwaltungskräfte in dem Haus.

„Die Anzahl der Betten und der Bewohner steht derzeit in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zu den hohen Personal- und Sachkosten“, sagte Hartmut Mitze und wurde noch etwas konkreter: „Ein Alten- und Pflegeheim rechnet sich bei dieser Personalstruktur in der Regel erst ab einem Bestand von 45 bis 50 Betten.“

Ein Weiterbetrieb ist aus Sicht des Insolvenzverwalters nur dann möglich, wenn es in Zukunft einen strategischen Partner an der Seite des Alten- und Pflegeheimes Wesemühle gibt. Das Haus am Wesebach müsste also entweder in Kooperation mit einem solventen Betreiber weitergeführt, oder komplett von einem wirtschaftlich intakten Unternehmen übernommen werden.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Philipp Daum

Quelle: HNA

Kommentare