Altenlotheim wartet gespannt auf den Auftritt von Christian Durstewitz am Dienstag

Hier zeigt sich, was Lokalpatriotismus ist: Die Altenlotheimer haben ein Fanplakat zu Ehren von Christian Durstewitz an ihrem Ortsschild angebracht, rechts Karl-Werner Schomberg. Am Dienstagabend wird kräftig für den Kandidaten angerufen.

Altenlotheim. Wenn Christian Durstewitz am Dienstag Abend in Köln auf der Bühne steht, herrscht in seinem Wohnort Altenlotheim Ausnahmezustand: Die Straßen sind dann wohl leer gefegt.

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Denn wer den Auftritt des 20-Jährigen nicht zu Hause vor dem Fernseher verfolgt, ist im Gasthaus Stiehl beim „Public Viewing“ dabei – frei nach dem Motto: Gemeinsam macht das Daumen Drücken doch viel mehr Spaß. Bereits am Ortseingang wird klar: Altenlotheim ist Dursti-Land. Dort hängt ein Schild mit der Aufschrift „Christian Durstewitz nach Oslo“. Wenn der berühmteste Sohn des 700-Seelen-Dorfes am Nationalpark beim Casting-Halbfinale für die deutsche Stimme beim Eurovision Song Contest antritt, laufen in Altenlotheim die Telefonleitungen heiß.

Bei Barbara Sonntag, Christians Mutter, macht sich bei aller Freude über den Erfolg ihres Sohnes auch etwas Wehmut breit: „Wir stehen alle hinter ihm, aber ich vermisse ihn schrecklich“, sagt die Altenlotheimerin. In die Heimat kehrt Christian Durstewitz nämlich erst zurück, wenn das Casting für ihn beendet ist: Also womöglich erst nach dem Finale am 12. März.

Die getrennt lebenden Eltern haben bisher keine Liveshow ihres Sprösslings verpasst. „Unsere Familie ist dadurch wieder näher zusammengerückt“, erzählt Barbara Sonntag. Und auch der Ort rückt noch ein wenig näher als ohnehin schon zusammen: „Egal wie die Show ausgeht – Wir werden ihm auf jeden Fall einen tollen Empfang bereiten“, verspricht der Altenlotheimer Karl-Werner Schomberg, der gestern noch einmal auf den Termin im Gasthaus hinwies. Was es heißt, im Licht der Öffentlichkeit zu stehen, weiß Christians Vater Claus Durstewitz, selbst erfolgreicher Tenor. „Im Moment wollen alle etwas von Christian. Aber ich kenne meinen Sohn und weiß, dass ihm der Ruhm nicht zu Kopf steigt“, sagt der Fritzlarer. Mit Blick auf den Erfolg seines Sohnes sagt er: „Ich hab’ es immer schon gewusst!“ Freude und eine gute eine gute Portion väterlicher Stolz schwingen in der Stimme mit.

Christians Erfolgsrezept sei seine Gelassenheit, sagt Claus Durstewitz weiter. „Er beschäftigt sich nicht mit den Umfragen im Internet, sondern konzentriert sich ganz auf seine Arbeit.“ Die Bühne sei Christians Zuhause: „Als wir mit ihm mal einen Ferienpark besucht haben, hat er schon getanzt und eine Show abgezogen. Damals war er drei“, erinnert sich der Vater. „Christian ist kein Star. Er will den Menschen einfach nur gute Laune bringen.“ Sollte der 20-Jährige aus dem heimischen Altenlotheim sein Ziel erreichen, wird der Frankenberger Thalia-Kino-Treff die letzte Runde am kommenden Freitag, 12. März, live auf seiner riesigen Kino-Leinwand übertragen – präsentiert von der HNA Frankenberger Allgemeine und mit freundlicher Unterstützung des Frankenberger Medienzentrums. Der Eintritt ist frei, Essen und Getränke dürfen allerdings nicht mit ins Kino gebracht werden. Der Platz im Thalia-Kino-Treff reicht aus für 185 „Dursti“-Fans: Sie können ihrem Star dann (fast) hautnah die Daumen drücken. (mjx)

Quelle: HNA

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