Burgwald: „Touristische Arbeitsgemeinschaft Burgwald“ könnte in neue AG übergehen

Alternative für Burgwald-Vermarktung

- Wetter/Rosenthal (ma/gl). Nach den Diskussionen um die Fortführung der Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) Burgwald deutet sich eine neue Variante an.

Im Gespräch ist eine gemeinsame „Arbeitsgemeinschaft Marburger Land“, in der neben den bisher in der TAG Burgwald organisierten Gemeinden – darunter Burgwald, Rosenthal und Gemünden – auch die Stadt Marburg und die übrigen Städte und Gemeinden des Altkreises Marburg, mit Ausnahme Neustadts, Mitglied sein könnten. Über diesen Vorschlag informierte Münchhausens Bürgermeister Peter Funk am Dienstag das Gemeindeparlament. Am gleichen Tag hatten der Geschäftsführer der „Tour GmbH“ des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Hartmut Reiße, sowie Klaus Hövel von der „Marburg Tourismus und Marketing GmbH“ (MTM) vor Bürgermeistern ihre gemeinsame Initiative vorgestellt, wie Reiße bestätigte.

Für die drei Kommunen des Frankenberger Landes hatte Rosenthals Rathauschef Hans Waßmuth an der Sitzung teilgenommen. Es sei nur eine Informationsveranstaltung für die Bürgermeister gewesen, das Ganze sei ein zu diskutierender Vorschlag, erklärten Reiße und auch Waßmuth. Neben der „Tour GmbH“ und MTM wäre demnach als weiterer Partner – auch finanziell – die Kasseler Industrie- und Handelskammer im Gespräch, hatte Funk in der Münchhäuser Gemeindevertreterversammlung berichtet. Vorteil einer erweiterten TAG wäre die bessere Vermarktungsfähigkeit als gesamte Region, zugleich würden sich die Kosten für Werbung und Marketing sowie die Stelle des Tourismusmanagers auf mehr Schultern verteilen lassen als bisher.

Die beteiligten Städte und Gemeinden müssten weniger zahlen. Gerade die Kosten waren ein wichtiges Argument in den Gemeinden, die einen Ausstieg aus der TAG Burgwald anstreben – neben Wohratal und Rauschenberg auch die Gemeinde Lahntal, wo der Ausstieg aus der TAG gestern Abend auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung stand.

Die Gemeinden im Frankenberger Land hatten in den vergangenen Sitzungen bereits den Willen signalisiert, der TAG auch weiterhin anzugehören. Im Falle einer Neuausrichtung sehen sie allerdings noch viel Klärungsbedarf, weshalb Waßmuth ausdrücklich betonte, dass es sich bislang nur um eine zu diskutierende Idee handele. So könne der Name „Arbeitsgemeinschaft Marburger Land“ sicherlich keinen Bestand haben, erklärte Waßmuth: „Es wird eine Diskussion um Namen, Rahmen und die Finanzierung geben“, sagte der Rosenthaler Bürgermeister im Gespräch mit der Frankenberger Zeitung.

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