Laisa: Seniorennachmittag im Festzelt

Altes Brauchtum in Blickpunkt gerückt

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Battenberg-Laisa - Rund 400 Gäste trotzten im beheizten Zelt der Winterkälte - neben Kaffee wärmte auch das bekannte „Laisaer Wasser“.

Eine Woche vor dem eigentlichen Rückersfest haben die Laisaer die Senioren aus dem Oberen Edertal ins Festzelt eingeladen und mit einem abwechslungsreichen Programm auf ihr Traditionsfest eingestimmt. Dass Gäste aus dem gesamten Ederbergland gemeinsam einen Nachmittag verbringen, ist ungewöhnlich und zeigte das große Interesse am Rückersfest, das nur alle sieben Jahre gefeiert wird.

Einmal mehr stellte das Dorf am Sonntag unter Beweis, welche Rolle altes Brauchtum im Dorf spielt und mit welcher Freude die Bürger es bewahren. Die Verbundenheit zu Laisa zeigten viele ehemalige Bewohner, die weggezogen waren und beim Seniorennachmittag gleich zwei Tischreihen besetzten.

Viele Laisaer - nicht nur die Akteure auf der Bühne - trugen Tracht, unter anderem Bürgermeister Heinfried Horsel, Ehefrau Ingeborg, Ortsvorsteher Jörg Paulus und Ehefrau Susanne. Das Organisatorenteam mit Margret Moog, Rosemarie Salamon, Gerda Specht, Inge Orth, Inge Belz, Erika Seipp und Elke Kaiser begrüßte die Besucher mit dem Lied „Wenn der Rückers kommt“. Erika Seipp und Michael Grings hatten bei zurück liegenden Veranstaltungen mehrfach ihren Sketch über die Bedeutung des Rückers aufgeführt.

Auch am Sonntag führten sie wieder ihr Zwiegespräch - und brachten einmal mehr die Zuhörer zum Lachen. Auftritte hatten auch der Männergesangverein mit Dirigent Werner Schielke und die Kindertanzgruppe des Heimatvereins unter der Leitung von Heike Noll.

Viel Applaus bekamen auch die Geschwister Benedikt Bremerich, die das lange Gedicht „Die Perle“ auswendig vortrugen. Es stammt aus der Feder des Laisaer Heimatdichters Johannes Jacobi. Anne, Luisa und Alina Schäfer trugen das Gedicht „Frühlings Ankunft“ von Hoffmann von Fallersleben vor.

Die Laisaer Trachtengruppe tanzte unter anderem den Webetanz, der nur alle sieben Jahre zum Rückers gezeigt wird. Robert Koch erzählte von „Früher und heute“. „Seit Monaten fiebern die Laisaer dem großen Fest über Ostern entgegen“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel in seinem Grußwort. „Jeder macht mit, alle bekennen sich zum Brauchtum.“ Nötig sei jetzt nur noch gutes Wetter zum Festwochenende. Ortsvorsteher Jörg Paulus begrüßte vor allem die ehemaligen Laisaer. „Für uns ist es selbstverständlich, dieses historische fest mit unseren Nachbarn zu feiern“, sagte er.

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