Intitiative von Hatzfelder Pfarrerin

Ambulantes Hospiz für das Obere Edertal in Planung

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Sterbende begleiten, Angehörige unterstützen: Das ist eine Aufgabe der ambulanten Hospize.Foto: Archiv

Hatzfeld - Im Oberen Edertal soll ein ambulanter Hospizdienst ins Leben gerufen werden. Den Anstoß gab die Hatzfelder Pfarrerin Gudrun Ungerer. Geplant ist, dass eine Person als Koordinatorin gesucht wird. Die Kosten beziffert Ungerer auf 20.000 Euro.

Die Pfarrerin hat Kontakt zum in Gladenbach ansässigen Hospizverein „Immanuel“ aufgenommen, um dort die Hospizarbeit im Oberen Edertal anzugliedern. Nach einem Informationsabend in Hatzfeld im vergangenen Jahr sei die Idee entstanden, danach hätten auch andere Kirchengemeinden Interesse gezeigt. „Wir haben auch schon Personen, die geschult wurden.“ Auch die mögliche Koordinatorin stehe schon bereit. Es gebe bereits mehr Freiwillige, als Bedarf vorhanden sei.

Das Problem: Bislang hat die Pfarrerin die Fäden in der Hand – und die verlässt Hatzfeld in wenigen Wochen). „Man muss jemanden finden, der sich das auf die Fahnen schreibt“, sagte Gudrun Ungerer. Doris Pitzer vom Hospizdienst Immanuel betonte auf FZ-Anfrage, wichtig sei vor allem die Unterstützung aus der Öffentlichkeit. Der Einsatz von Immanuel hänge davon ab, „dass die Initiative vor Ort Fuß fasst“. Wenn die weiteren Details geklärt sind, werde sich der Vereinsvorstand von Immanuel damit befassen, bestätigte Gudrun Ungerer.

Vorsitzender ist der Gladenbacher Dekan Pfarrer Matthias Ullrich, der Verein ist aber nicht an das Dekanat gegliedert, sondern überkonfessionell. Gespräche mit dem Frankenberger Hospizverein seien ergebnislos verlaufen, berichtete Gudrun Ungerer. (da)

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