Amphetaminhandel aufgeflogen: Straßenverkaufswert von 30 000 Euro

Marburg-Biedenkopf. Die Kriminalpolizei Marburg nahm nach länger andauernden Ermittlungen am Montagmorgen im so genannten Marburger Hinterland fünf Männer vorläufig fest. Sie stehen unter dem dringenden Verdacht der Beteiligung am illegalen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen.

Die Kripo stellte neben kleineren Mengen anderer Betäubungsmittel über 2,5 Kilogramm Amphetamine mit einem Straßenverkaufswert von etwa 30 000 Euro, mehrere Tausend Euro und einen nicht zugelassenen, mit einem falschen Kennzeichen versehenen Audi sicher.

Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg Untersuchungshaftbefehle wegen Wiederholungsgefahr gegen den mutmaßlichen Lieferanten, einen 33-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen und gegen den mutmaßlichen Dealer aus dem Hinterland, einen einschlägig vorbestraften 27-jährigen Mann.

Die Kripo Marburg griff in Wallau zu, als auf einem großen Parkplatz ein Geschäft über den Kauf von zwei Kilogramm Amphetaminen über die Bühne gehen sollte.

Der mutmaßliche Hauptdealer aus dem Hinterland traf sich mit dem Lieferanten, dem 33-Jährigen, der in Begleitung zweier Männer im Alter von 24 und 31 Jahren im Audi vorfuhr. Alle Insassen des Audis wohnen in Nordrhein Westfalen.

An dem – wie sich herausstellte – nicht zugelassenen Auto war das Kennzeichen eines anderen Wagens angebracht. Im Fahrzeug fand ein Rauschgiftspürhund verstecktes Rauschgift. Der Versuch des Hinterländers, die bereits übernommene Tüte mit den zwei Kilogramm Amphetaminen beim Anblick der Zivilstreifen verschwinden zu lassen, scheiterte.

Bei den nachfolgenden Durchsuchungsmaßnahmen stellte die Kripo in verschiedenen Wohnungen diverse weitere Betäubungsmittel, unter anderem nochmals mehr als 500 Gramm Amphetamine sowie mehrere Tausend Euro Bargeld sicher.

Die Kripo nahm im Zuge diese Durchsuchungen einen weiteren 31-jährigen Mann aus dem Hinterland fest, der unter dem Verdacht steht, selbst mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben und an den Aktivitäten des 27-Jährigen beteiligt gewesen zu sein.

Die Ermittlungen gegen alle Männer dauern an. Sie machten bislang von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Gegen den 31-Jährigen und die beiden Mitfahrer im Auto des mutmaßlichen Lieferantenlagen keine ausreichenden Haftgründe vor. (nh/jun)

Quelle: HNA

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