Wintervogelzählung

Amsel-Bestand nimmt zu

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Frankenberg - Der Haussperling liegt bei der Wintervogelzählung des NABU weit vor der Kohlmeise – er ist damit der häufigste Wintervogel in Deutschlands Gärten. Direkt dahinter folgt der Feldsperling der Blaumeise überholt hat.

Im Landkreis machte der Haussperling mit durchschnittlich sieben Vögeln pro Garten das Rennen. Er ist landkreis- und deutschlandweit der häufigste Wintervogel. 114 Naturfreunde aus Landkreis haben bei der bundesweiten Vogelzählung am zweiten Januarwochenende mitgemacht. Sie meldeten insgesamt 4800 Vögel.

Blaumeise kreisweit auf Rang zwei

Im Kreisgebiet kam die Blaumeise auf den zweiten Rang, gefolgt vom Feldsperling und der Kohlmeise. Die größte Zunahme gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Amseln (Foto) auf Platz fünf. Diese sind wieder zahlreich in den Gärten anzutreffen. Auf den weiteren Plätzen folgen der Buchfink, die Elster, der Grünfink, der Erlenzeisig und das Rotkehlchen. Auffällig sind viele Stare, die in milden Wintern nicht wegziehen. Sogar Eisvögel, Rotmilane und eine Waldschnepfe wurden gemeldet.

Bundesweit nahmen über 62000 Naturfreunde an der Aktion teil und zählten insgesamt zwei Millionen Vögel. Die Spitzenplätze für Haus- und Feldsperling kommen dabei nicht unerwartet. „Sperlinge halten sich vorwiegend stationär in Gärten auf, während Kohl- und Blaumeise sehr mobil sind. In milden Wintern kommen weniger Meisen aus dem Norden und Osten nach Deutschland, zudem finden sie dann auch außerhalb der Gärten noch ausreichend Nahrung“, erklärt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Während sich die Amsel nach besonders niedrigen Zahlen im Vorjahr gut erholt zeigt, trifft dies nicht auf den Grünfink zu, der auf dem sechsten Platz geführt wird.

Wintergäste aus dem Norden haben sich im vergangenen Jahr ziemlich rar gemacht.Eine große Ausnahme bildet jedoch ein gewaltiger Schwarm von etwa 1,5 Millionen skandinavischer Bergfinken, der sich zur Zeit im Lahn-Dill-Kreis in der Nähe von Haiger aufhält. (sr)

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