Interkommunales Gewerbegebiet Burgwald und Frankenberg

Analyticon wünscht sich Straßenname

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Dieses Grundstück im interkommunalen Gewerbegebiet in Bottendorf hat sich die Firma Analyticon vor zwei Jahren reserviert, um dort den neuen Firmensitz (kleines Bild) zu bauen. Die Straße soll nun nach dem Wunsch des Unternehmens nach dem verstorbenen Vor

Burgwald-Bottendorf - Der seit 2011 geplante Umzug von Analyticon nach Bottendorf scheint in nahe Zukunft zu rücken: Das Unternehmen möchte die Straße, an die der neue Firmensitz gebaut werden soll, umbenennen lassen.

Vor bereits drei Jahren hat die Firma Analyticon aus Dalwigksthal eine Option auf einen Erbpachtvertrag für eine 25000 Quadratmeter große Fläche im interkommunalen Gewerbegebiet in Bottendorf unterschrieben. Der angekündigte Baubeginn hatte sich seither mehrmals verschoben, zuletzt gab Dr. Sonja Lauterbach, Marketing-Managerin des Unternehmens, auf Anfrage der FZ an, dass der Bau frühestens Ende 2013 oder gar erst im nächsten Jahr geplant sei.

Derzeit bereitet das Unternehmen laut Lauterbach den Bauantrag vor, der spätestens im Sommer bei der Gemeinde Burgwald eingereicht werden solle. Sie betonte, dass Analyticon weiter mit einer Verlegung aller Unternehmenszweige in einen Neubau im „Wickersdorfer Ring“ in Bottendorf plant.

Die Planungen scheinen nun konkret zu werden: Analyticon hat beantragt, dem Teilstück der Straße, an dem der neue Unternehmenssitz entstehen soll, einen neuen Namen zu geben. Bürgermeister Lothar Koch stellte den Antrag am Donnerstag in der Sitzung der Burgwalder Ausschüsse vor. Firmeninhaber Reinhard von Dalwigk möchte die Straße gerne nach seinem Sohn Friedrich von Dalwigk benennen.

Der damals 35-jährige Vorstandschef kam 2009 bei einem Unfall in Sibirien ums Leben. Die gesamte Firmenphilosophie sei auf ihn zurückzuführen, Analyticon setze das Lebenswerk des Verstorbenen fort. Laut Koch ist es Reinhard von Dalwigk daher ein großes Anliegen, dass die Straße, in der Analyticon sich ansiedelt, den Namen seines Sohnes trägt. „Wenn wir der Umbenennung zustimmen, würden wir ein deutliches Signal setzen, dass wir uns auf Analyticon freuen“, sagte Koch.

Der Ortsbeirat, der Gemeindevorstand und der Zweckverband des interkommunalen Gewerbegebiets habe der Namensänderung bereits zugestimmt. Allerdings mit der Einschränkung, dass die Straße erst am Tag des Baubeginns umbenannt wird. „Ich bin guter Dinge, dass die Firma kommt und freue mich darauf“, sagte Koch und betonte, dass Analyticon dem Vorstand des Zweckverbands gegenüber ausführlich begründet habe, warum der Umzug sich verschoben hat. „Wir sind auf einem guten Weg, damit im Sommer schon Spatenstich sein kann.“ Er wies darauf hin, dass Analyticon eine „beachtenswerte“ Mitarbeiterzahl mit nach Bottendorf bringe und nach eigener Auskunft weiter wachsen wolle.

Klaus Klimaschka (BLE) fühlte sich von „dem Ansinnen negativ berührt“. Noch sei Analyticon nicht da und „man hört nicht so richtig was konkretes“. Zudem wisse er nicht, wie die Gemeinde es vor Einwohnern mit großen Verdiensten rechtfertigen wolle, dass eine Straße nach auswärtigen Menschen benannt werde. „Es gibt ja keine anderen Anlieger“, sagte Heinz Klem (SPD) hingegen. „Und es gibt viele Firmen, die ihren Namen im Straßennamen verewigt sehen wollen.“ Aus seiner Sicht spreche nichts dagegen. Das sahen auch die übrigen Mitglieder beider Ausschüsse so. Sie empfehlen dem Gemeindeparlament in der nächsten Sitzung am Dienstag, der Umbenennung zuzustimmen.

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