Die 19-Jährige Laura Schwarz aus Röddenau erfüllte sich in Neuseeland einen Traum

Am anderen Ende der Welt

Laura Schwarz in Neuseeland: Acht Monate lang lebte die junge Röddenauerin am anderen Ende der Welt und lernte dort auch riesige Seen kennen. Fotos: nh

Röddenau. Sie spielt Querflöte und gestaltet mitunter auch den Gottesdienst in der Röddenauer Kirche mit. Im Frühjahr 2009 machte sie an der Frankenberger Edertalschule ihr Abitur – in den Leistungskursen Mathematik und Musik. Aber schon während ihrer Schulzeit hatte sie einen ganz großen Traum: „Nach dem Abi geht’s als Au-pair-Mädchen nach Neuseeland.“

Laura Schwarz aus Röddenau machte ihren Traum wahr: Sie packte ihre Koffer und ging via Airline ans andere Ende der Welt – nach Neuseeland, den Inselstaat mit seinen 4,3 Millionen Einwohnern mitten im Pazifik.

„Ein Ziel vor Augen zu haben, ist das Wichtigste im Leben“, sagt die 19-Jährige, die ihre Reifeprüfung als G 8-Schülerin schaffte – das Abitur in acht Jahren. Die Zahl acht spielte auch im nächsten Abschnitt ihres Lebens eine wichtige Rolle. Für acht Monate blieb Laura Schwarz in dem Königreich im Commonwealth of Nations, in dem Land- und Forstwirtschaft, die Nahrungsmittelindustrie und der Tourismus die Hauptwirtschaftszweige sind.

Faszinierendes Land

„Neuseeland hat mich schon immer fasziniert, ich wollte dieses Land auf jeden Fall einmal bereisen“, erzählt Laura Schwarz. Und noch ein Grund: In Neuseeland wollte sie auch ihre Englischkenntnisse verbessern.

Auch wenn Italien und Korsika ihre liebsten Urlaubsziele sind: Im September ging’s dann los nach Neuseeland. Schon vorher war ihr über eine Agentur eine Au-pair-Stelle und eine Familie in Neuseeland vermittelt worden.

„Au-pair ist eine Art Kindermädchen“, erzählt die 19-Jährige: „Der Vorteil daran ist, dass man weder für Unterkunft noch Verpflegung zahlen muss, da man direkt bei den Familien lebt und man trotz der Kinderbetreuung noch genug Zeit hat, Land und Leute kennenzulernen.“ Mit ihrer Gastfamilie in Neuseeland nahm sie schon von Deutschland aus Kontakt auf.

30 Stunden war Laura Schwarz im Flieger – dann war sie an ihrem ersten Ziel angelangt: Auckland, mit 1,3 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. „Neuseeland ist ein sehr junges Land“, berichtet Laura Schwarz: „Erst vor 700 Jahren wurde es zum ersten Mal besiedelt. Und erst 1769 kamen die ersten Europäer nach Neuseeland.“ Drei Tage dauerte der Aufenthalt in Auckland, dann ging es weiter Tauranga, einer 100 000 Einwohner zählenden Stadt an der Ostküste der Nordinsel. „Der britische Entdecker James Cook gab ihr 1769 den Namen“, erzählt die Ex-Edertalschülerin.

Nette Gastfamilie

Apartment mit Meerblick, nette Menschen: Schon nach kürzester Zeit war die Röddenauerin als neues Mitglied in ihrer Gastfamilie in Tauranga voll akzeptiert. „Zu meinen Aufgaben gehörte, den neunjährigen Sohn zu betreuen, ihm bei den Schulaufgaben zu helfen und bestmöglich zu fördern“, sagt Laura Schwarz. Da der Junge eine motorisch bedingte Schreibschwäche hat und als hyperaktiv eingestuft worden war, sei diese Aufgabe nicht immer ganz einfach gewesen: „Aber ich hatte doch Spaß daran.“ Zudem sorgte sie mit den anderen Familienmitgliedern für den Haushalt.

Aber es blieb auch viel Zeit für viele eigene Unternehmungen: Besichtigungen, surfen, schnorcheln, fischen oder einfach am Strand liegen. Denn es war Sommer in Neuseeland. Bei 30 Grad wurden Weihnachten und Silvester gefeiert.

Und dann konnte die junge Röddenauerin mit einem Hop-on-and-off-Bus auch die Südinsel bereisen, die größer als die Nordinsel ist. „Im Bus befanden sich Backpacker aus allen Ländern der Welt, mit denen man schnell ins Gespräch kam.“ Im Süden erlebte die 19-Jährige Bootsfahrten durch das Fjord-Gebiet, riesige Berge und hunderte von Wasserfällen. Ganz aus der Nähe sah sie einen gigantischen Wal und an die 500 Delfine.

„Es war einfach unbeschreiblich“, beschreibt die 19-Jährige ihre Eindrücke. Denn in Neuseeland erlebte sie auch Bungy Jumping, River-Rafting und auch eine 22-Kilometer-Wanderung durch ein Vulkangebiet.

Einzigartiger Aufenthalt

„All diese Erfahrungen haben meinen Aufenthalt in Neuseeland einmalig und einzigartig gemacht.“ (mjx)

Quelle: HNA

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