Auszeichnung für Allendorf

Anerkennung für familienfreundliche Kommune

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Anerkennung Allendorf

Allendorf (Eder) - Das "Lokale Bündnis für Familie" hat bereits einige Erfolge aufzuweisen, die gewürdigt wurden.

Die Gemeinde ist für ihr Engagement für mehr Familienfreundlichkeit als bundesweit erste Kommune von der Deutschen Familienstiftung ausgezeichnet worden.

Zur Übergabe einer Urkunde an Bürgermeister Claus Junghenn und seine Mitarbeiterin Jennifer Seipp war am Dienstagnachmittag der Vorsitzende der Stiftung, der Fuldaer Gynäkologe Prof. Dr. Ludwig Spätling, mit seiner Tochter Julia Spätling zu Gast in der Allendorfer Gemeindeverwaltung. Julia Spätling ist Leiterin der Fuldaer Familienschule, einer Einrichtung der Stiftung, die bereits seit zehn Jahren besteht.

In einem Gespräch nannten die beiden Gäste die Projekte, die zur Auszeichnung als besonders familienfreundliche Kommune geführt hätten:

- die Gründung des „Lokalen Bündnisses für Familie“ 2006, um die Rahmenbedingungen für Familien in der Gemeinde zu verbessern, - die praktische Hilfe und Beratung beim Ausfüllen von Familien-Anträgen, - die Verteilung einer eigenen Familienbroschüre zu Informationszwecken, - die kostenlose Bereitstellung der Mutter-Kind-Box als Begrüßung jedes neuen Einwohners, sie enthält grundlegende Gegenstände vom Schlafsack über Spielzeug bis zu Informationsmaterial. - die Vernetzung der Gemeindeverwaltung mit den „sozialen Fachbereichen“ zur besseren Betreuung von Familien, - die Öffnungszeiten der „Schule am Goldberg“ bei der Nachmittagsbetreuung, - die kontinuierliche generationenübergreifende Arbeit an familienbezogenen Themen,- und schließlich die Organisation der Ferienspiele für die Schulkinder, die derzeit bereits zum zehnten Mal stattfinden.

Im Gespräch wurden auch die finanziellen Hilfen der Gemeinde für Familien beim Bauplatzkauf, die Idee eines Mehrgenerationen-Sportplatzes und das Projekt der „Familieninsel“ für Hebammen als besonders positiv und familienfreundlich bezeichnet. Die Gesellschaft brauche gut entwickelte Kinder, sagte Prof. Spätling. Es habe ihn sehr gefreut, wie die Gemeinde die in Angriff genommene Arbeit zur Familienförderung vorantreibe. Dies sei beispielhaft für andere Kommunen, die Ideen sollten weitergetragen werden. Die Allendorfer Bemühungen im Rahmen des „Lokalen Bündnisses“ seien unbedingt auszeichnungswert.

Bürgermeister Claus Junghenn bezeichnete die Gründung des „Lokalen Bündnisses“ vor sechs Jahren als wichtige Initiative. Das Bündnis sei mittlerweile in seiner Bedeutung nahezu gleichgestellt mit gewählten Vertretungen der politischen Gemeinde, ihre Vorschläge würden wohlwollend entgegengenommen und in der Regel verwirklicht.

Aber die Vertreter der Gemeinde dürften das Bündnis nicht sich selbst überlassen, sondern müssten steuern und koordinieren. Deshalb habe die Gemeindeverwaltung derzeit drei Mitarbeiterinnen mit dieser Aufgabe betraut. Neben Jennifer Seipp sind das Sandra Kappenstein und Nadine Szymanek.

Unter der Adresse www.deutsche-familienstiftung.de können sich Interessenten im Internet über die Ziele und die Arbeit der Deutschen Familienstiftung informieren.

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