Dainroder Ortsbeirat steht Plänen des Landkreises skeptisch gegenüber

Anfrage für 21 Asylbewerber im "Possom"

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Das leer stehende Gasthaus „Possom“ in Dainrode kommt als Wohnheim für bis zu 21 Asylbewerber in Frage. Der Ortsbeirat ist skeptisch angesichts dieser Anzahl. Foto: Andrea Pauly

Frankenau-Dainrode - Geht es nach dem Landkreis, könnte der Frankenauer Stadtteil demnächst 21 Menschen Zuflucht bieten: "Ja, es gibt eine Anfrage vom Landkreis", bestätigte am Sonntag Dainrodes Ortsvorsteher Alexander Küster auf Anfrage entsprechende Informationen der Frankenberger Zeitung.

Der Ortsbeirat wurde um eine Stellungnahme gebeten, ob die Aufnahme von 21 Asylbewerbern sozialverträglich sei. Als Wohnheim steht das ungenutzte Gasthaus „Possom“ am Ortsrand von Dainrode zur Diskussion.

Der Ortsbeirat hat dazu bereits Stellung genommen. „21 Personen können wir nicht verkraften“, sagt Alexander Küster: „Wir haben keinen Sportverein und keine Einkaufsmöglichkeiten hier. Was sollen die den ganzen Tag machen?“ Die Anzahl sei deshalb absolut nicht akzeptabel. „Wir hätten keine Probleme mit einer Familie mit Kindern. Die kann man relativ gut integrieren.“ Aber 21 Einzelpersonen, die dann auch nur für wenige Monate blieben, seien in dem 178-Einwohner-Dorf fehl am Platz. Auch die Feuerwehr könne keine Freizeitbeschäftigung bieten, sagt Küster, der zugleich Wehrführer in Dainrode ist: „Da braucht man ja die Lehrgänge. Das ist kurzfristig nicht so einfach.“ Der Ortsbeirat sei nicht prinzipiell gegen Asylbewerber, betont Küster. „Aber man muss die Zahl auch prozentual auf die Einwohner gesehen bedenken: Das können wir einfach nicht bewältigen.“

Wie weit die Entscheidung über eine Belegung des Gebäudes in Dainrode derzeit beim Landkreis gediehen ist, wisse auch der Ortsbeirat nicht. „Wir werden jetzt erst mal sehen, wie es weitergeht und was geplant ist.“ Wenn der Stand der Dinge bekannt sei, sollen auch die Bürger umfassend darüber informiert werden. (apa)

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