Angeklagter soll Büro des Kirchenkreises überfallen haben

Frankenberg. Weil er am 7. November 2011 das Regionalbüro des Kirchenkreisamtes in Frankenberg überfallen haben soll, muss sich ein 33-Jähriger aus dem Frankenberger Land vor dem Marburger Landgericht verantworten. Der Mann bestreitet die Tat.

Mehr als zehn Stunden dauerte die Verhandlung, das angestrebte Urteil fiel nicht, denn der Verteidiger bat sich Zeit aus, eventuell weitere Beweisanträge zu formulieren. Das Gericht unter Vorsitz von Carsten Paul vertagte daraufhin auf den 27. November. Laut Anklage soll der Mann die Mitarbeiterin des Kassenbüros mit einem Messer bedroht haben. Erkannt hat sie ihn nicht, ihre Beschreibung der Statur würde aber auf den Angeklagten passen.

Wie die Frau als Zeugin berichtete, sei ein mit einer Mütze mit Sehschlitzen maskierter Mann in ihr Büro gestürmt, habe einen Leinenbeutel hingeworfen und Geld gefordert. Dabei habe er ihr ein Messer an den Hals gehalten. Als sie gesagt habe, es gebe dort kein Geld, habe er ihre Handtasche geschnappt, unter anderem befanden sich darin 180 Euro, und sei davongerannt.

Festgenommen wurde der Angeklagte erst im Februar, nachdem die Untersuchung einer DNA-Spur an der am Tatort zurückgebliebenen Tasche auf ihn passte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei im Reserveradfach des Autos seiner Freundin eine karierte Jacke. Die Zeugin hatte angegeben, dass der Täter eine derartige Jacke oder Hemd getragen habe.

Wie ein Polizeibeamter berichtete, habe er den Mann gefragt, ob er ein solches Kleidungsstück besitze, was dieser verneint habe. In der Verhandlung sagte der Mann dazu, die Jacke habe er geschenkt bekommen, sie gefalle ihm nicht und habe bereits länger am Fundort gelegen.

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Quelle: HNA

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