Angeklagter soll Schläger beauftragt haben – Freispruch

Frankenberger Land. Im Zweifel für den Angeklagten. Zu diesem Urteil kam Richterin Andrea Hülshorst am Frankenberger Amtsgericht. In der Fortsetzungsverhandlung wegen gefährlicher Körperverletzung wurde der 41-jährigen Angeklagte freigesprochen.  

In der Fortsetzungsverhandlung wegen gefährlicher Körperverletzung konnte dem 41-jährigen Angeklagten nicht nachgewiesen werden, dass er zwei Schläger angeheuert hatte, um den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin krankenhausreif zu schlagen.

„Nicht der Angeklagte muss seine Unschuld beweisen, sondern das Gericht muss die Schuld beweisen, und das war nicht zweifelsfrei möglich“, erläuterte die Richterin und sprach den Mann frei.

Am frühen Morgen des 5. Dezember 2010 hatten zwei Maskierte das Opfer in einem Ort im Frankenberger Land überfallen und mit einem Kantholz oder einer Eisenstange auf die Beine des Mannes geschlagen. Der 41-Jährige war danach vier Wochen lang krankgeschrieben.

Wasserdichtes Alibi

Der Angeklagte hatte schon in der ersten Verhandlung Anfang Oktober ein wasserdichtes Alibi präsentiert: Er war zur Tatzeit mit einer Freundin in der Spielbank in Bad Homburg. Ihm wurde allerdings vorgeworfen, zwei Männer bezahlt zu haben, den neuen Partner seiner Ex-Freundin zusammenzuschlagen.

Ein Polizist sagte aus, was er von zwei Bekannten gehört habe: Sie seien von dem Angeklagten einige Wochen vor der Tat angesprochen worden, ob sie „schwere Jungs“ kennen würden, die „einen Job“ übernehmen könnten.

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Quelle: HNA

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