Wanderhilfen wurden von Unrat gesäubert – Fische können zu Laichplätzen ziehen

Angler machen Weg frei

Hilfreich: Gerhard Spalding (links) und Gerhard Mach haben für die Fische den Weg frei gemacht Foto: Gaydos

Frankenberg. Jedes Jahr im Frühjahr folgen einige Fischarten ihrem natürlichen Trieb und ziehen auf der Suche nach geeigneten Plätzen zur Fortpflanzung in den Fließgewässern aufwärts.

Damit diese Fischarten die Laichplätze erreichen können, wurden in den vergangenen Jahren an den vorhandenen Querverbauungen Fischpässe oder Umgehungsgerinne gebaut.

Frühjahrshochwasser

Diese auch als Fischtreppen bezeichneten Wanderhilfen müssen allerdings jedes Jahr nach den Frühjahrshochwassern von Unrat aller Art gesäubert werden.

Diese Aufgabe haben die Angler des Frankenberger Fischerei- und Naturschutzvereins übernommen und reinigen die Anlagen jedes Frühjahr. Im Bereich der vom Frankenberger Verein gepachteten Fließgewässerstrecken gibt es fünf Fischpässe.

Mit Spannung erwarten die Angler die aufwärts ziehenden Fische aus dem Edersee und hoffen auf große Schwärme und viele Arten.

Angeln verboten

Wer diese Situation ausnutzen will, macht sich allerdings strafbar. Das Angeln am Einstieg und Austritt solcher Fischwanderhilfen ist nämlich gesetzlich verboten.

Neben der Wartung der Fischtreppen säubern die Angler jedes Jahr nach den Frühjahrshochwassern die Ufer von angeschwemmtem Unrat und sonstigen Wohlstandsmüll. Erfreut stellen die Angler fest, dass der Anteil an Getränkedosen kontinuierlich rückläufig ist.

Nach wie vor werden aber größere Mengen Plastikmüll aufgesammelt, aber auch Baumstämme, Autoreifen und Fahrradgestelle müssen beseitigt werden. (gy)

Quelle: HNA

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