Anke Strobel nun kommissarische Leiterin der Grundschule Bromskirchen

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Jetzt ist es offiziell: Jörg Langheld vom Staatlichen Schulamt Fritzlar ernannte Anke Strobel (2. von links) zur kommissarischen Leiterin der Grundschule Bromskirchen. Sandra Peil und Silvia Finger vom Elternbeirat gratulierten.

Bromskirchen. Blumen, Beruhigungstee und einen Korb voller Goldbarren: Mit netten Geschenken und vielen guten Wünschen ist Anke Strobel am Mittwoch in ihr Amt als kommissarische Leiterin der Grundschule Bromskirchen eingeführt worden.

„Langweilig wird es Ihnen dabei sicher nicht werden“, sagte Jörg Langheld vom Staatlichen Schulamt Fritzlar, als er der 42-jährigen Lehrerin für evangelische Religion, Deutsch und Sozialkunde die offizielle Ernennungsurkunde überreichte und ihr „die volle Unterstützung des Schulamtes in allen Bereichen“ zusicherte.

Anke Strobel hatte bereits im Oktober letzten Jahres, nach dem plötzlichen Tod ihrer Amtsvorgängerin Annegret Günther, deren Aufgaben kommissarisch übernommen. „Ich gehe davon aus, dass wir in einem halben Jahr die endgültige Anstellung als Schulleiterin feiern können“, kündigte Langheld an.

Der Vertreter des Schulamtes hatte zuvor den Werdegang der gebürtigen Helmarshauserin skizziert, die seit 1996 an der Grundschule in Bromskirchen unterrichtet. „Sie hat sich viel Wissen angeeignet“, lobte er und überreichte „statt der üblichen Blumen“ einen Korb voll Schokoladen-Goldbarren als „Nervennahrung und Seelentröster“ und – in Ausnahmefällen – „als Wurfgeschoss“. Außerdem ein Päckchen mit Pflaster für „Beulen und Wunden“ in der Dienstzeit. Letztere wird die sympathisch und humorvoll wirkende Grundschullehrerin wohl nicht so häufig benötigen, da sie auch von ihren Kollegen mit vielen Aufmerksamkeiten wie Nerventee, Schönheitsmasken und Beruhigungstabletten bedacht wurde.

„Liebe Anke, denk immer daran: Du bist nicht allein hier in diesem Irrenhaus“, sagten ihre Kolleginnen Dorothea Strauch und Sabine Hahnenstein scherzhaft, nachdem sie einen humorvollen Einblick in „den Alltag einer jungen Schulleiterin“ gegeben hatten.

Obwohl die neue Schulleiterin nach eigener Aussage „Reden eigentlich gar nicht mag“, hatte auch sie eine kurze Ansprache vorbereitet: Am Anfang sei sie manchmal sehr überfordert gewesen, räumte sie ein. Sie habe aber zum Glück „ganz viele fleißige und liebevolle Hände“ gehabt, die sie unterstützt hätten.

„Ich verspreche Ihnen allen, dass ich mein Bestes für die Grundschule Bromskirchen geben werde“, betonte Anke Strobel und bat gleichzeitig auch für das nötige Vertrauen, wenn „mal etwas nicht so gut läuft“.

Die Zukunft sei die empfindlichste Stelle des Augenblicks, sagte Strobel. Deshalb sei es so wichtig, im Umgang mit den Schülern in der Gegenwart sensibel zu sein und über die Konsequenzen des Handelns nachzudenken.

„Persönlich und auch im Namen der Bürger und der politischen Gremien“ gratulierte Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. „Es hat mich außerordentlich gefreut, dass Sie sich hier beworben haben“, betonte er.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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