Anklage: Psychiatrie-Patient soll Mitbewohnerin vergewaltigt haben

Haina-Kloster. Ein geistig behinderter und psychisch kranker Mann soll eine widerstandsunfähige Mitbewohnerin in der allgemeinpsychiatrischen Klinik von Vitos Haina vergewaltigt haben. Der Fall wird ab Montag, 14. Januar, im Landgericht Marburg verhandelt.

Nach Angaben von Landgerichtssprecher Dr. Marcus Wilhelm soll der zur Tatzeit am 6. Juni 2012 krankheitsbedingt schuldunfähige Mann sein mutmaßliches Opfer auf einer Toilette teilweise entkleidet und dann Vaginalverkehr mit ihr vollzogen haben. Die anstehende Gerichtsverhandlung ist laut Wilhelm ein so genanntes Sicherungsverfahren.

Dabei geht es um die Frage, ob der Beschuldigte in einer forensischen Einrichtung (gerichtliche Psychiatrie) untergebracht wird. In solchen Fällen verhängt das Gericht kein Strafmaß.

Ob und wann ein forensischer Patient entlassen wird, hängt vom Verlauf der Therapie ab. Für die Gerichtsverhandlung sind acht Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

Folgetermine sind für den 1. und 5. Februar anberaumt. Rolf Schulz, Geschäftsführer von Vitos Haina, sagte auf Anfrage, dass Vitos sich erst nach Abschluss des Verfahrens äußern werde.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist eine von vier Einrichtungen von Vitos Haina. Sie betreut Patienten aus Waldeck-Frankenberg und Teilen von Schwalm-Eder. (mab)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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