Erinnerung an drei Battenberger

Antrag: Namen von Opfern auf Ehrenmal

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Arndt Böttcher hat das Schicksal dreier Battenberger Männer erforscht, die im Krieg fürs Radiohören schwer bestraft worden waren.Archivfoto: Bienhaus

Battenberg - Der pensionierte Lehrer Arndt Böttcher aus Frankenberg hat bei der Stadt Battenberg beantragt, Herrmann Willstumpf, Willi Schmitt und Heinrich Noll auf dem Ehrenmal zu nennen. Die drei Männer waren im Zweiten Weltkrieg wegen "Rundfunkverbrechen" zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, die nur Willstumpf schwerkrank überlebte.

Böttcher hat das Schicksal der drei Männer niedergeschrieben und Anfang Dezember einen Vortrag im Battenberger Geschichtsverein gehalten. Es sei „allerhöchste Zeit, dass die drei Battenberger Bürger auf diese Weise von ihrer Heimatgemeinde geehrt werden“, heißt es in dem Antrag.

Während die Gefallenen beider Weltkriege namentlich genannt werden, gedenke man der Opfer, die vom Naziregime verfolgt wurden, nur anonym.

Böttcher fordert außerdem, dass neben den drei Männen auch die Mitbürger aus jüdischen und Roma-Familien, die während der NS-Diktatur getötet wurden, auf dem Ehrenmal namentlich aufgenommen werden. Der Antrag ging gestern in der Stadtverwaltung ein. Der Magistrat werde in der nächsten Woche das weitere Vorgehen beraten, teilte Bürgermeister Christian Klein auf FZ-Anfrage mit. (da)

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