Arbeiten an der Bahnstrecke bringen Viermündener um den Schlaf

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Störten die Nachtruhe: Schweißarbeiten, ähnlich wie diese, sorgten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Viermünden für Ärger bei einigen Anwohnern.

Viermünden. Die Anwohner der Straße „An der Mauer" in Viermünden haben eine schlaflose Nacht hinter sich.

Der Grund waren Schweißarbeiten an den Gleisen, die dort eine Baufirma zu nächtlicher Stunde ausgeführt hat - und das, ohne die Anlieger im Vorfeld über die zu erwartende Lärmbelästigung zu informieren. Gegenüber der HNA wollte sich der zuständige Koordinator der Bauarbeiten an der Bahnstrecke nicht zu dem konkreten Vorfall äußern und verwies stattdessen an die Pressestelle der Deutschen Bahn. Er teilte lediglich mit, dass an der Strecke gearbeitet werde.

Auf entsprechende Nachfrage eines Anwohners räumte er allerdings später ein, dass es sich um Schweißarbeiten gehandelt habe. Die Arbeiten könnten zu dieser Jahreszeit nur nachts durchgeführt werden, weil sich sonst zu große Hitze entwickeln würde. Die beauftragte Firma könne sich selbst ihre Arbeitszeit einteilen, sei allerdings grundsätzlich angewiesen, die Anwohner in einem solchen Fall wie diesen vorab über die Arbeiten zu informieren.

Der Hauptteil der Arbeiten sei jetzt erledigt. Für weitere Einsätze an dem betreffenden Streckenabschnitt habe er die Firma gebeten, die noch nötigen Restarbeiten möglichst am frühen Abend auszuführen.

Der Unmut bei den betroffenen Anliegern war zuvor groß gewesen: „Ich dachte zunächst, es sei was passiert“, sagte eine Anwohnerin gegenüber der HNA. Sie sei dann auf die Straße gelaufen und habe nachgeschaut. Auf Nachfrage, was sie dort machen würden und ob sie das denn ausgerechnet nachts erledigen müssten, hätten die Bauarbeiter sie aber nur unwirsch „angeblafft“: „Das ist unsere Arbeitszeit.“ „Das ist ganz schön heftig, was uns Anliegern da zugemutet wird“, sagte sie gegenüber der HNA.

„Mein Mann war total geladen, weil er die ganze Nacht nicht schlafen konnte“, sagte eine weitere Anwohnerin. Der Krach sei gegen 23 Uhr losgegangen und habe mit kurzer Unterbrechung bis zum frühen Morgen gedauert. „Wir dachten erst, es wäre was passiert: Alles war hell erleuchtet und man hörte Motorsägen- und Flexmaschinenlärm.“ (bs)

Von Mittwochabend 23 Uhr bis um 5 Uhr früh am nächsten Morgen konnten sie aufgrund von sehr lauten Bauarbeiten an der durch den Ort führenden Bahnstrecke fast kein Auge zumachen.

Quelle: HNA

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