Arbeitskreis will Zusammenarbeit mit Jugendlichen intensivieren

Der Treffpunkt für Jugendliche: Klaus Obermann (links), Vorsitzender des Arbeitskreises Stadtentwicklung, und Bürgermeister Frank Gleim vor dem Jugendzentrum in Gemünden. Foto: Künemund

Gemünden. Immer wieder kam es zu Vandalismus in Gemünden. Um das künftig zu vermeiden, sucht der Arbeitskreis Stadtentwicklung den Dialog mit den Jugendlichen.

Gemünden. Der Arbeitskreis Stadtentwicklung in Gemünden will sich mehr um die Bedürfnisse Jugendlicher kümmern. Zu diesem Zweck traf sich der von Klaus Obermann und Simone Feußner geführte Arbeitskreis bereits mehrfach mit Jugendlichen aus dem Ort. „Da wir in die Erlebnismesse verstärkt eingebunden waren, schliefen die Bemühungen etwas ein“, sagt Klaus Obermann. Fortan wolle man die Bestrebungen aber wieder intensivieren.

„Es geht dabei vor allem darum, mit den Jugendlichen in den Dialog zu treten“, sagt Obermann. Es sei immer wieder zu Vandalismus an öffentlichen Orten wie einem Spielplatz gekommen.

„Dort lagen dann zerbrochene Glasflaschen von einer Party herum. Das geht natürlich nicht“, betont Bürgermeister Frank Gleim. Den Jugendlichen gehe es darum, einen Ort für sich zu haben, an dem sie tun und lassen können, was sie wollen. „So etwas können wir nicht bewerkstelligen. In dem Jugendraum als öffentlichen Ort gilt von Gesetzes wegen Alkoholverbot für nicht Volljährige“, sagt Gleim. Es gehe bei den für die nahe Zukunft anberaumten Treffen darum, gemeinsam Lösungen zu finden. „Wir arbeiten auf eine gegenseitige Akzeptanz und Toleranz hin“, erklärt der Bürgermeister.

Die Jugendlichen in Gemünden haben seit kurzem die Möglichkeit, mit einer Prüfung die so genannte Juleika (Jugendleiterkarte) zu erwerben. Wer diese besitzt, kann eigenständig Verantwortung im Jugendzentrum übernehmen. Das „JuCa“ ist neben dem Erlebnispfad im Sommer der Treffpunkt für Jugendliche in Gemünden. „Mit der Juleika machen wir einen Schritt in die Richtung, den jungen Menschen nicht das Gefühl von dauerhafter Kontrolle zu geben“, sagt Klaus Obermann.

Konkrete Bauprojekte seien nicht geplant. „Jugendraum und Erlebnispfad sind gut in Schuss. Ziel ist der Abbau von Barrieren“, so Obermann. „Damit sich die Jugendlichen frei und unabhängig fühlen, im Gegenzug aber die Vorschriften für ein friedliches Miteinander beachten.“ Stichwörter seien fachgerechte Müllentsorgung sowie der Verzicht auf Lärmbelästigung und starken Alkoholkonsum.

Alle sind eingeladen 

„Alle Jugendlichen oder Erwachsenen sind eingeladen, an dem Projekt mitzuarbeiten“, sagt Obermann. Die Jugend sei die Zukunft Gemündens. „Deswegen ist es wichtig, sie bereits heute in solche Arbeitsprozesse mit zu integrieren“, fügt Bürgermeister Gleim an.

Auch Susann Urban, Jugend- und Schulsozialarbeiterin in Gemünden, findet es gut, dass die Jugendlichen ihre Anliegen einbringen können. „Denn gelingendes Zusammenleben beruht auf Kommunikation und Austausch. Die Stadt kann von frischem Wind profitieren“, sagt sie.

Quelle: HNA

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