Asylbewerber in Frankenberg

66 Asylbewerber im alten EAM-Haus

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Ins frühere EAM-Gebäude in Frankenberg sollen noch dieses Jahr bis zu 66 Asylbewerber einziehen.Foto: Mark Adel

Frankenberg - Im früheren EAM-Gebäude an der Wilhelm-Finger-Straße sollen schon bald Asylbewerber untergebracht werden: Stadt und Landkreis bestätigten entsprechende FZ-Informationen am Mittwoch.

Nach Angaben von Hartmut Wecker, Pressesprecher des Landkreises, hat der Besitzer die Unterbringung von 66 Personen beantragt. Das EAM-Betriebsgelände war im Februar von Günter Ahlborn aus der Gemeinde Burgwald gekauft worden.

Der Landkreis hatte die Bevölkerung aufgerufen, Unterkünfte für Asylbewerber bereitzustellen. „Es war das einzige kurzfristig realisierbare Angebot aus Frankenberg“, berichtete Hartmut Wecker. Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß bestätigte das: „Wir haben keine leer stehenden Gasthäuser wie in Laisa oder Dainrode“, sagte er. Deshalb sei es für Frankenberg schwierig, die geforderte Quote zu erfüllen.

Heß und Landrat Reinhard Kubat hatten am Wochenende das Gebäude besichtigt. Wichtig sei, dass die Menschen integriert würden, sagte Heß: „Wir wollen sie zeitnah mit Arbeit versorgen, beispielsweise auf dem Bauhof.“ Frankenberg sei schon jetzt eine „bunte“ Stadt: „Wir wollen keine isolierte Unterbringung.“ Nach Angaben von Hartmut Wecker muss das Gebäude laut Vertrag bis zum 31. Dezember umgebaut werden, damit die gesetzlichen Vorgaben, beispielsweise zum Brandschutz, erfüllt werden. „Sind die Arbeiten vorher abgeschlossen, ist ein Einzug schon vorher denkbar.“

Landrat Kubat würdigte das Engagement des Eigentümer-Ehepaares Ahlborn, das die Asylbewerber angemessen unterbringen wolle.

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