Pläne für DRK-Komplex am Wingertsberg werden konkreter

Asylbewerber im alten Seniorenheim?

Das Seniorenheim am Wingertsberg in Battenberg steht seit wenigen Wochen leer. DRK-Geschäftsführer Christian Peter sieht die Möglichkeit, Asylbewerber unterzubringen, als Übergangslösung. Die Entscheidung darüber fällt der Landkreis.Archivfoto: Adel

Battenberg - Langfristig hat der DRK-Kreisgeschäftsführer zwar andere Pläne mit dem früheren Altenheim. Doch zumindest übergangsweise können die Gebäude als Wohnheim für Asylbewerbern dienen. Mitarbeiter des Kreissozialamts haben die Räume bereits besichtigt, aber noch keine Entscheidung getroffen.

Seit dem Umzug in das erweiterte Seniorenheim am Burgberg steht der Gebäudekomplex oberhalb des Sportplatzes leer. „Das wäre zu verwirklichen“, sagt der DRK-Geschäftsführer zu Überlegungen, eine Unterkunft für Asylbewerber einzurichten. „Die Signale sind positiv.“ Schon im vergangenen Jahr hatte Peter eine „grundsätzliche Anfrage“ des Landkreises bestätigt.

Zimmer mit Waschgelegenheiten, sanitäre Anlagen, Küchen und Aufenthaltsräume wären vorhanden. Ein Umbau sei nicht notwendig. Vermutlich würde das DRK Jahresverträge mit dem Landkreis abschließen, sagte Peter. Denkbar sei die Unterbringung von etwa 20 bis 30 Asylbewerbern, möglicherweise mehrere Familien. Für die seien die Räume besonders geeignet.Er sieht das aber nur als Übergangslösung. Langfristig hat er andere Pläne: Er favorisiert, wie schon bekannt, eine Jugendhilfe-Einrichtung. „Das ist das, was ich möchte.“

Dann seien allerdings auch umfangreichere Sanierungen notwendig - vor allem am älteren, in den 50er Jahren erbauten Haus. Der zweite Teil der Anlage stammt aus den 70er Jahren. Nach Angaben von Hartmut Wecker, Pressesprecher des Landkreises, liegen derzeit drei miteinander vergleichbare Angebote beim Sozialamt vor - eines davon vom DRK-Kreisverband Frankenberg. Auch die anderen Anbieter hätten schon in der Vergangenheit mit dem Kreissozialamt kooperiert. „Es wird ein Auswahlverfahren stattfinden, eventuell auch eine Ausschreibung, das steht noch nicht fest“, sagte Wecker. Bis zu einer Entscheidung für eines der Angebote dauere es aber nicht mehr lange - aus gutem Grund: Wecker rechnet damit, dass die Zahl der Asylbewerber, die der Landkreis aufnehmen muss, steigt - und damit auch der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten.

Von Mark Adel

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