Battenberg

„Auf der Suche nach dem Lebenssinn“

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- Battenberg (gi). Pfarrer i. R. Gerhard Hotz aus Battenberg hat eine umfangreiche Autobiografie geschrieben.

In 34 Kapiteln schildert Hotz seinen Weg von der unbeschwerten Kindheit über das Studium, die einzelnen „Pfarrstationen“ bis hin zu seinem „finnischen Blockhaus“ im Narzissenweg. Das Werk umfasst 470 Seiten. Den lila-blauen Buchdeckel ziert ein unaufdringliches Foto einer grazilen Bachstelze auf harschem Betonboden. Warum ein ornithologisches Motiv? Die Antwort liest man darunter: „Die Bachstelze vor mir / pickt und pickt von der Erde / wahre Köstlichkeiten / in unermüdlicher Leichtigkeit…findet sie Manna / das sie am Leben erhält / auf der Dürre graubleicher Betonplatten…“ Auszug aus einem Gedicht des 70-jährigen Autors.

Pfarrer i.  R. Gerhard Hotz hat ein Buch geschrieben, eine Autobiografie mit dem Titel: „Manna, das nährt“; Unterzeile: „Erfahrungen auf der Suche nach einem Lebenssinn“. „Manna“ steht für „Himmelsbrot“, jene sagenhafte „nährende“ Speise, die den Israeliten auf ihrer 40-jährigen Wanderschaft durch die Wüste als Nahrung diente.

Gerhard Hotz „ackert“ tief und schildert warmherzig und mit Gefühl hauptsächlich die vielen Höhen und wenigen Tiefen seines Lebens. Und dabei gibt er Lebensweisheit, Trost und Optimismus weiter. Hotz: „Doch ohne Manna, das nährt, wäre mein Leben zerbrochen, ohne die wundersame Kraft von Liebe und Vertrauen, welche Menschen durch die Wüste grauer Alltage ziehen lässt und ihnen darum die beglückende Erfahrung der eigenen Lebendigkeit schenkt.“

Eigentlich wollte Gerhard Hotz Schreiner werden. Das originelle Haus im Narzissenweg hat er selbst entworfen und größtenteils selbst gebaut, inklusive des Mobiliars. Naturwissenschaftler war ein weiterer Berufswunsch. Doch Schul- und Studienkollegen meinten: „Du bist ein Mensch, den man sich als Pfarrer wünschen möchte.“ Und so geschah es denn auch: „Ich wollte dem christlichen Glauben nachgehen, ohne fertige Berufung in der Tasche, aber mit großer Neugier im Kopf“, sagt Gerhard Hotz. Eigentlich sei er ja ein „typischer Autodidakt“; ihn habe vor allem das Leben interessiert:

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 10. November.

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