Berufsorientierung an der Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg

In die Ausbildung reinschnuppern

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57 Schüler nehmen derzeit am Programm ProBerufsorientierung teil und versuchen sich in den unterschiedlichsten Bereichen. Von Büroarbeit bis hin zum Elektriker oder Metallbauer reicht die Palette der Berufe.

Frankenberg - Elektriker werden, oder doch in die Pflege gehen? Am Ende der Schulzeit stehen viele Schüler vor solchen Fragen. Das Programm ProBerufsorientierung hilft dabei, Antworten zu finden.

„Augen auf bei der Berufswahl“, sagt der Volksmund. Das ist aber manchmal gar nicht so einfach, denn häufig müssen die Schüler den Weg für ihr weiteres Leben sehr früh festlegen. Hauptschüler werden schon ein Jahr früher, am Ende der neunten Klasse, ins Berufsleben entlassen, was bedeutet, dass sie sich noch früher für eine Karriere entscheiden sollten.Das Orientierungsprogramm ProBerufsorientierung (ProBe) hilft den Schülern dabei, sich für einen Beruf zu entscheiden. Derzeit nutzen 57 Schüler diesen Angebot an der Hans-Viessmann-Schule.

Bereits im zweiten Halbjahr der siebten Klasse werden die Schüler vorbereitet, berichtet Regina Specht-Mohr, von der Ortenbergschule, die das Projekt gemeinsam mit Carolin Berger sozialpädagogisch betreut. Dann beginnt die Orientierungsphase in der sich die Schüler für drei Berufsfelder entscheiden können, in welche sie dann jeweils sechs Wochen reinschnuppern. Zur Auswahl stehen die Zweige Metalltechnik, Holztechnik, Kfz-Technik, Elektrotechnik, Gastronomie, Gesundheit, Bürowirtschaft und Farbtechnik/Raumgestaltung. Alle Kurse werden von Lehrern der Hans-Viessmann-Schule betreut.

Der Vorteil der Orientierungsphase ist, dass sich die Schüler in verschiedenen Berufsfelder ausprobieren können, bevor sie sich für eines entscheiden, in dem sie die Vertiefungsphase absolvieren möchten. Diese dauert dann 20 Wochen. In dieser Phase geht es schon „ans Eingemachte“, denn zum Teil werden Inhalte durchgenommen, die Bestandteil des ersten Lehrjahres sind.

Gemeinsam mit ihren Fachlehrern entscheiden sich die Schüler dann für eine Projektarbeit. Die Elektriker wollen sich beispielsweise an ein Solarmobil wagen, während die Metaller derzeit noch am grübeln sind, was sie als nächstes angehen. Eine Uhr und eine Metallbügelsäge haben sie bereits hergestellt.

Mehr über das Projekt "ProBe" lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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