Brede und Heß reagieren auf Kritik zur Renaturierung des Lengelbaches

Ausführen, was Bund und Land vorgeben

Frankenau/Frankenberg - "Dass die Kläranlage im Lengeltal nicht ordnungsgemäß arbeitet und dass deshalb die Renaturierungsmaßnahmen der Lengel erfolgen sollen, gehört in das Reich der Fabelwelt", stellten die Bürgermeister von Frankenberg und Frankenau, Rüdiger Heß und Björn Brede, fest

„Wir verwehren uns gegen die Aussage der Interessengemeinschaft Lengeltal, dass wir für den Abwasserverband Lengeltal unvollständige und unkorrekte Angaben vorgelegt hätten“, betonte Brede, der Vorsteher des Abwasserverbandes. „Falsche Aussagen zur Leistungsfähigkeit der Kläranlage und zur Notwendigkeit der Lengelrenaturierung werden auch durch ständige Wiederholungen nicht wahrer“, ergänzte sein Stellvertreter Heß.

Beide Bürgermeister bekräftigten, dass sie vor Ort das ausführen müssten, was die Politik auf europäischer Ebene, im Bund und im Land Hessen beschlossen habe. Es gebe klare Richtlinien, nach denen die Lengel zu renaturieren sei. Auch könne jedermann im Internet die Übersicht des Hessischen Umweltministeriums einsehen, die die Lengel in die Renaturierungsvorgaben einstuft.

„Wir machen nur unsere Arbeit und halten uns an die gesetzlichen Vorgaben“, teilten Brede und Heß mit. Die beiden Verbandsvorsteher haben inzwischen bei Umweltministerin Lucia Puttrich nachgefragt und auf Beantwortung des Schreibens vom 24. April diesen Jahres gedrängt. „Auf die Angaben zu Ausnahmen und Sonderregelungen in Bezug auf die Lengelrenaturierung warten wir noch immer“, erklärte Heß. Brede forderte die IG Lengeltal bei allem Verständnis für deren Interessenlage zur Sachlichkeit auf.

Bei einem Fachgespräch mit Ralf Enderlein und Karl-Wilhelm Frese von der Unteren Wasserbehörde sei den Bürgermeistern nochmals bestätigt worden, dass die Kläranlage Lengeltal den gesetzlichen Vorgaben nachkomme und für den Abwasserverband kein Handlungsbedarf bestehe. (r)

Kommentare