Mann schießt Hirsch mit riesigem Geweih  am Edersee

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Trophäe: Wolfgang Schulte erlegteden Hirsch seines Lebens, den er bei Bringhausen am Edersee aufspürte.

Bringhausen. Es war in den frühen Morgenstunden. Jagdpächter Wolfgang Schulte aus Sundern legte an, schoss und traf. Bei Bringhausen am Edersee erlegte er den Hirsch seines Lebens, einen ungeraden 32-Ender.

Und das nur wenige Stunden nach Ende der Schonzeit für Rothirsche in Hessen.

Es handelt sich nach Aussagen von Experten um ein wahres Ausnahmetier: Das Gewicht des Geweihes liegt mit geschätzten elf Kilogramm deutlich über der Norm starker Hirsche im Kreis. Auch mit einem Gesamtgewicht von 190 Kilo im aufgebrochenen Zustand (ohne Eingeweide) liegt er deutlich über dem Normgewicht von 160 bis 170 Kilogramm.

Der Hirsch, der im Gebiet des heutigen Nationalparkes groß geworden ist, wechselte immer öfter ins Bringhäuser Feld. Dort wurde er dann auch in einem Haferfeld erlegt. Dieser Hirsch war bereits seit 2002 bekannt und als sogenannter Zukunftshirsch erkannt worden.

Ein ehemaliger Nationalparkförster kannte den Ausnahme-Hirsch seit langem. Er bezeichnete ihn als einen genetischen Ausreißer, der durch seine Anlagen und nicht durch Fütterung zu einem solch wuchtigen Geweih gekommen ist. Er sei ein aufsehenerregender Rothirsch, wie er alle zehn bis 20 Jahre einmal als Mittelgebirgshirsch vorkomme.

Die Trophäe des Tieres kann im Frühjahr 2012 auf der Geweihschau in Frankenberg angeschaut werden. Sollte die Trophäe auf der Landestrophäenschau ausgestellt werden als die des stärksten, kapitalsten Hirsches Hessens, ist Schulte eine Goldmedaille sicher. Die internationalen Punkte, die angeben, wie kapital ein Hirsch ist, werden in Kürze noch ermittelt.

Quelle: HNA

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