"Der Hirsch rockt" länger als bis um 3 Uhr

Ausnahmen von der Sperrstunde sind möglich

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Partys wie etwa die beliebten „Der Hirsch rockt“-Veranstaltungen in Röddenau dürfen nach Erteilung einer Sondergenehmigung länger dauern, als bis um 3 Uhr.

Frankenberg - Nicht jede Party in Frankenberg muss um 3 Uhr enden: Rüdiger Heß erteilt der Röddenauer Veranstaltung "Der Hirsch rockt" die erste Ausnahmegenehmigung.

Im Rahmen der Diskussion über die Sperrzeitverlängerung in der Stadt Frankenberg wies Bürgermeister Rüdiger Heß darauf hin, dass eine Verkürzung der Sperrzeit auf Antrag beim städtischen Ordnungsamt in Einzelfällen möglich ist. „Das Feiern in Frankenberg soll ja mit der Sperrstunde um 3 Uhr nicht grundsätzlich verboten werden. Allerdings müssen Sicherheit und Ordnung an erster Stelle stehen“, betonte der Rathauschef, der auch als zuständige Ortspolizeibehörde fungiert.

Heß erklärte, dass gerade in diesen Tagen die erste Ausnahmegenehmigung erteilt wurde. Sie ging an das Team um André Landau für die Veranstaltung „Der Hirsch rockt“ am 13. April in der Röddenauer Maschinenhalle. Bereits vor der Verkündung der verlängerten Sperrzeiten hatte Heß darauf hingewiesen, dass Ausnahmegenehmigungen möglich sein sollten - und er hatte explizit „Der Hirsch rockt“ als gutes Beispiel benannt. Voraussetzung für die Sperrzeitverkürzung auf 5 Uhr - um diese Zeit setzte die Sperrstunde bisher ein - ist die Vorlage eines ausführlichen Sicherheitskonzepts. Dafür haben die Veranstalter laut Stadt das Sicherheitspersonal auf eine angemessene Zahl aufgestockt. Wichtig sei in Röddenau aber auch, dass Jugendliche unter 18 Jahre nur unter besonderen Auflagen mitfeiern dürfen. So werde auf den sogenannten „Mama-Schein“ besonderer Wert gelegt: Wer im Alter von 16 bis 18 Jahren feiern möchte, muss einen von den Eltern benannten Betreuer mitbringen - dieser darf während der Betreuung keinen Alkohol trinken. Zudem erhalten diese Jugendlichen nicht das schwarze Band als Kontrolle für den Zugang, sondern ein neon-orangfarbenes Bändchen, das für die Sicherheitskräfte leichter zu erkennen ist.

„Ich freue mich, dass wir eine Ausnahmegenehmigung für unsere Veranstaltung bekommen werden. Wir legen schon immer ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheitslage“, erklärte Organisator André Landau von den Röddenauer „Kleiesäcken“ gegenüber Bürgermeister Rüdiger Heß. Der Rathauschef wies neben der Möglichkeit der Ausnahmegenehmigung in Einzelfällen auch auf die Befristung der Sperrzeitverlängerung auf zunächst ein Jahr hin: „So war es im Präventionsrat mit den Jugendvertretern besprochen. Nach einem Jahr Probezeit werden wir uns im Hinblick auf die Sperrstunde und die dann gemachten Erfahrungen in der Stadt Frankenberg neu abstimmen“, bekräftigte Heß das Vorhaben, die Ergebnisse intensiv zu prüfen.

Er wertete das als Beleg, dass auch weiterhin in Frankenberg kräftig gefeiert werden können. Dazu aber seien gewisse Sicherheitsauflagen erforderlich, die Veranstalter mit den Ordnungsbehörden abzustimmen hätten. „Also gibt es zunächst zwar eine pauschale Verlängerung der Sperrzeit, damit die Sicherheit gewahrt wird. Aber es bleibt jedem Veranstalter offen, eine Einzelgenehmigung zu beantragen“, erklärte Heß. (r/gl)

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