Ellershausen

Ausschüsse sprechen sich für Umfahrung der Bärenmühle aus

- Frankenau (apa). Für den Bau einer Umfahrung der Bärenmühle haben sich die Ausschüsse des Stadtparlaments ausgesprochen. Zwei Parlamentarier enthielten sich, einer stimmte dagegen.

Der Haupt- und Finanzausschuss, der Bauausschuss und der Ausschuss für Landschaftspflege, Umweltschutz und Fremdenverkehr (LUF) empfehlen den Stadtverordneten, in der Sondersitzung am Montag den entsprechenden Sperrvermerk im Haushalt aufzuheben und damit den Weg für das Bauprojekt frei zu machen. Eine rechtswirksame Vereinbarung über die Übernahme von 50 Prozent der ungedeckten Kosten ist mit den Eigentümerinnen der Bärenmühle zu treffen. Diesen Zusatz hatte Hilmar Werner (Haupt- und Finanzausschuss) gefordert.

Da alle drei Gremien am Mittwoch gemeinsam tagten, waren im Waldecker Hof insgesamt 18 Mitglieder der Fraktionen CDU, SPD und Freie Bürger vertreten – die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 23 Mitgliedern. Hilmar Werner (SPD) betonte, dass die Kosten für die Stadt Frankenau der entscheidende Faktor bei der Entscheidung seien. Das gesamte Projekt kostet rund 318 000 Euro, 80 Prozent der förderfähigen Kosten trägt das Land Hessen, 10 Prozent der Landkreis. Auch Hessen-Forst beteiligt sich an der Gesamtsumme.

Werner fasste nach einem Blick auf die Kostentabelle zusammen: Wird nur der erste Bauabschnitt, also die Asphaltierung des Weges von Ellershausen ins Tal umgesetzt, hat die Stadt rund 41 000 Euro zu tragen. Wird auch die Umfahrung gebaut, beteiligen sich die Eigentümer der Bärenmühle an den Kosten und die Stadt muss nur 21 000 Euro finanzieren. Sollte weder die Straße ins Tal, noch die Umfahrung gebaut werden, hätte die Stadt Frankenau knapp 17 000 Euro verloren – denn diese Summe ist bereits für die bisherigen Untersuchungen und Planungen angefallen. Diese Auflistung bestätigte Bürgermeister Dr. Reinhard Kubat.

Auf Nachfrage von Georg-Wilhelm Gruhs aus Ellershausen stellte Kubat fest, dass mit teuren Ausgleichsmaßnahmen nicht zu rechnen sei. Er habe von der Unteren Wasserbehörde die Auskunft erhalten, dass kleinere, günstig umzusetzende Arbeiten ausreichen. Der Neubau einer Fischtreppe am Wehr der Mühle sei nicht notwendig.

Kubat erläuterte zudem, dass die Stadt die Entscheidungshoheit darüber hat, wie die Umfahrung genutzt werden darf. Logisch sei die Widmung als halb-öffentlicher Weg, um weiterhin möglichst viel Verkehr aus dem Tal zu halten, aber die Anfahrt zu Bären- und Huhnsmühle zu ermöglichen.

Kommentare